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A61: Polizei zieht defekten Reisebus mit Kindern aus dem Verkehr

Fahrzeug auf A61 sichergestellt : Kinder in defektem Reisebus mussten Abgase einatmen

Einen Reisebus mit Pfadfindern hat die Polizei auf der A61 aus dem Verkehr gezogen. Wegen einer undichten Auspuffanlage drangen kontinuierlich Abgase in den Fahrgastraum. Als das Reiseunternehmen einen Ersatzbus schickte, wurde auch dieser einkassiert.

Am Donnerstagvormittag haben Einsatzkräfte der Verkehrsdirektion Koblenz auf der A61 einen mit Kindern besetzten Reisebus sichergestellt. Zuvor hatten sie bei einer Kontrolle auf dem Rastplatz Mosel-West entdeckt, dass die Auspuffanlage des Busses defekt war. Dies hatte dazu geführt, dass die Abgase in den Fahrgastraum eindrangen und die Kinder diese fortwährend einatmen mussten.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Reisebus eines deutschen Unternehmens gegen 10 Uhr morgens auf dem Rastplatz Mosel-West einer Kontrolle unterzogen. Dort saßen 45 Kinder einer Pfadfindergruppe mit ihren Betreuerinnen aus dem Raum Köln, die auf dem Weg zu einem Ferienwochenende in den Odenwald waren. Weil die Auspuffanlage hörbar defekt war, fiel den Einsatzkräften dieses Manko unmittelbar auf. Als sie den Reisebus genauer überprüften, stellten sie fest, dass auch die Lenkanlage sowie mehrere Sicherheitsgurte lädiert waren und dass der Fahrtenschreiber weder die Lenkzeiten des Fahrers, noch die gefahrene Geschwindigkeit aufzeichnete.

Der Busfahrer aus Osteuropa beteuerte laut Meldung, dass er dies bei der Abfahrt nicht bemerkt hätte. Der Bus war lediglich in einem nordosteuropäischen Land zugelassen und somit nicht versichert. Die Polizei untersagte dem Mann deswegen die Weiterfahrt und stellte den Reisebus sicher, um eine weitere Nutzung zu verhindern. Als das Unternehmen einen Ersatzbus schickte, der die Kinder an ihr Ziel bringen sollte, musste auch dieser von den Einsatzkräften sichergestellt werden: Er wies nicht nur erhebliche technische Mängel auf, sondern war auch nicht vorschriftsmäßig zugelassen und versichert.

Erst nach fünf Stunden konnten die Kinder ihre Reise fortsetzen, nachdem sie durch ein von der Firma beauftragtes Drittunternehmen mit einem verkehrssicheren Bus von dem Rastplatz abgeholt worden waren. Die polizeilichen Ermittlungen dauern derzeit noch an. Sowohl die Fahrer der beiden konfiszierten Busse als auch das Reiseunternehmen müssen laut Polizei mit Anzeigen rechnen.