Tour de Ahrtal Per Fahrrad durchs Ahrtal und über die grünen Eifelhöhen

Ahrtal · Die Touristik-Verbände aus der Region laden zur „Tour de Ahrtal“ zwischen Blankenheim und Ahrbrück ein. Das sind die Highlights und das Programm der Radtour.

 Die „Tour de Ahrtal“ hat bereits eine gute Tradition.

Die „Tour de Ahrtal“ hat bereits eine gute Tradition.

Foto: ahr-foto

Das ist eine große Ansage. „Grenzenloses Radvergnügen zwischen Blankenheim, Hillesheim, Müsch und Ahrbrück“ verspricht der Radaktionstag „Tour de Ahrtal“. Er findet zum 16. Mal statt, und zwar in diesem Jahr am Sonntag, 16. Juni. Wie in frühere Jahren werden an dem Tag die Bundesstraße 258 von Blankenheim bis Müsch sowie in der Folge die Landesstraße 73 bis Dümpelfeld zeitweise für den Verkehr mit Motor-Fahrzeugen gesperrt. Die Sperrung dauert von 9 Uhr bis 17 Uhr, nicht mehr bis 18 Uhr wie in früheren Jahren. Biker sind eingeladen, die autofreien Straßen zu nutzen. Befahrbar ist auch der Ahr-Radweg wieder von Blankenheim bis Ahrbrück, allerdings noch nicht wieder bis Altenahr.

Auch Pannenstationen vorbereitet

Das hängt zusammen mit den Aktivitäten der Bahn zur Wiederherstellung der Ahrtalbahn von Walporzheim bis Ahrbrück. Im Anschluss an die Sanierung der Bahn muss auch der von der Flutkatastrophe im Sommer 2021 total zerstörte Ahr-Radweg wieder hergestellt werden. Der führte an der Mittelahr meist entlang der Bahntrasse. Als Alternative zur Ahrstrecke gibt es für Biker das Angebot, in Ahrdorf auf den Kalkeifel-Radweg in Richtung Hillesheim zu wechseln. Unterwegs kann in Ahütte der Museumsbahnhof besichtigt werden. Das teilen die Organisatoren mit.

Wie in früheren Jahren gibt es unterwegs viel zu erleben. In den Orten sind Verpflegungsstände sowie Pannenstationen aufgebaut, wo Drahtesel wieder flott gemacht werden können, etwa in Blankenheim, Hillesheim, Müsch und Ahrbrück. An den Stationen bietet sich auch gute Gelegenheit für eine Pause mit Unterhaltungsprogramm.

Die Initiatoren freuen sich auf zahlreiche Teilnehmer auch aus dem weiteren Umkreis. Weil das allein mit dem Rad oft nicht zu machen ist, sind Transportmöglichkeiten organisiert. Der Regionalverkehr Köln (RVK) bietet an dem Tag einen Transport mit dem Radbus von Mechernich Bahnhof bis Blankenheim an. Der Shuttle ist kostenlos und verkehrt vormittags zwischen 9 und 11 Uhr im 30-Minuten-Takt. Reservierung ist nicht möglich, folglich muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Am Nachmittag starten die Busse ebenfalls im 30-Minuten-Takt zwischen 14 und 17 Uhr von Ahrhütte aus zurück zum Bahnhof Mechernich.

Eine zweite Möglichkeit besteht vom Bahnhof Rheinbach aus im Zwei-Stunden-Takt mit dem Radbus mit Anhänger der Linie 844 nach Ahrbrück. Abfahrtzeiten für diesen Bus sind von 8.35 Uhr bis 18.35 Uhr. Zurück geht`s von 9.21 Uhr bis 19.21 Uhr. Für diesen Radbus der Linie 844 sind Reservierungen möglich unter www.radbusse.de. Die Linie bietet auch den Zustieg samt Fahrrad-Verladung an verschiedenen Stationen unterwegs an . Diese sind in Hilberath, in Kalenborn an der Brunnenstraße, am Altenahrer Rathaus, und am Campingplatz Altenburg. Endpunkt ist der Bahnhof Ahrbrück, wo der Ahr-Radweg derzeit beginnt. Er ist laut den Initiatoren des Erlebnistags zwischen Schuld und Ahrbrück wieder durchgängig befahrbar.

Eröffnung in Blankenheim

Teilnehmer aus der Gemeinde Grafschaft, aus Remagen, Sinzig Bad-Neuenahr-Ahrweiler und von den Orten an der Mittelahr sind meist aufs Auto angewiesen. In Zeiten vor der Flut konnten sie bequem mit Drahtesel in die Ahrtalbahn steigen und wurden bis zum Bahnhof Ahrbrück gebracht. Das ist angesichts der derzeit noch zerstörten Bahnlinie nicht möglich. Darum raten die Veranstalter zur Anreise mit Rad im Auto zum Start in Ahrbrück, Hönningen oder Liers. Die B 257 sei in dem Abschnitt frei befahrbar, in den Orten seien ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden. Vom Autobahnkreuz Meckenheim erreicht man den Startpunkt in Ahrbrück oder Hönningen-Liers ebenfalls bequem über die Bundesstraße 257.

Die offizielle Eröffnung des Events findet um 10 Uhr am Curtius-Schulten-Platz in Blankenheim statt. Hier ist eine Begrüßung der Teilnehmer mit Radlersegen angekündigt. Offizieller Abschluss ist am Aktionspunkt in Ahrbrück.

Es gibt auch etwas zu gewinnen: Dazu müssen die Teilnehmer an Aktionspunkten entlang der Strecke mindestens vier Stempel sammeln. Die Gewinner werden ausgelost und persönlich benachrichtigt. Im vergangenen Jahr war der Hauptgewinn ein runder Zuschuss für Fahrrad-Zubehör.

Übrigens bietet der ADFC Bad Neuenahr-Ahrweiler bei dem Ereignis in Ahrbrück erstmals als besonderen Service eine Fahrrad-Codierung als Diebstahlschutz an. Am Aktionspunkt Hönningen-Liers hält die Dorfgemeinschaft Liers zur Stärkung regionale Spezialitäten bereit, für den Nachmittag ist ein großes Kuchenbüffet angekündigt. Und die Malteser Fluthilfe ist dort mit einem Programm für Groß und Klein zur Stelle, die Firma AhrBike-Willerscheid aus Ahrweiler bietet Service rund ums Rad an.

Wenn alles reibungslos klappt und auch das Wetter sich den Radlern gnädig zeigt, könnte die „Tour de Ahrtal“ auch in diesem Jahr trotz der noch immer durch die Flutkatastrophe bedingten Einschränkungen für die Teilnehmer ein schönes Erlebnis werden. Die Initiatoren rechnen mit mehr als 1000 Radfahrern.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort
„Wir haben viel Glück gehabt“
Wetterexperte Karsten Brandt zu Starkregen „Wir haben viel Glück gehabt“