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Autokino als Vorbild: Drive-in-Party in Sinzig ein Erfolg

Disco auf dem Verkehrsübungsplatz : Erste „Drive-In-Party“ in Sinzig war ein Erfolg

Die erste Sinziger „Drive-In-Party“ lockte zahlreiche junge Leute an. Alle halten sich an die Corona-Vorschriften. „Wir möchten zeigen, dass die Jugend im Kreis die Abstandsbestimmungen ernst nimmt, aber dennoch kreative Lösungen findet“, so die Veranstalterin.

Mit großem Erfolg hat das Team um das DJ-Duo Aaron Lukassowitz und Robert Greulich alias „AyAyRon & RobG“ am Pfingstwochenende die erste Sinziger „Drive-In-Party“ veranstaltet. Insgesamt 40 Wagen parkten dazu in gehörigem Abstand zu einander auf dem Verkehrsübungsplatz am Ende der Jahnstraße. Im Stil der „Electronic Dance Music“ trafen aus den Charts bekannte Melodien auf treibenden Elektrobass. Für das richtige Autokino-Flair konnte man der Musik auch mit dem Autoradio folgen. Die meisten Besucher entschieden sich aber dazu, die Fenster herunter zu kurbeln und die Musik live abzufeiern.

„Als Vorbild haben wir uns Veranstaltungen wie im Autokino Hamm Anfang Mai genommen“, erklärt Sabrina Matern die Idee hinter dieser neuen Veranstaltungsart. Geboren wurde diese, als Corona die alljährliche Mainacht-Fete verhinderte. „Wir möchten zeigen, dass die Jugend im Kreis die Abstandsbestimmungen ernst nimmt, aber dennoch kreative Lösungen findet“, so Matern. Der Einladung folgten vor allem Sinziger Freunde der DJs, die zum Einlass um einen Platz in der ersten Reihe konkurrierten. In den hinteren Reihen fanden sich aber auch Kennzeichen aus der ganzen Region.

Merkte man den Besuchern in ihren Wagen am Anfang noch eine gewisse Zurückhaltung an, so brach Lukassowitz schnell das Eis. Je mehr sich die Dämmerung ausdehnte, desto deutlich wurden die Leuchtstäbe sichtbar, die im Rhythmus durch die Luft geschwungen wurden. Wenn Bänke und Tische fehlen, dann setzt man sich einfach ins offene Fenster und funktioniert das Autodach zur Stellfläche für die Getränke um. Ein Sinziger Pärchen macht es sich auf der Ladefläche seines Fahrzeugs gemütlich, auf der es sich sogar in gebührendem Abstand zum Nachbarn tanzen ließ. Spätestens zu den Klängen von David Guettas „Titanium“ stand der Verkehrsübungsplatz Kopf.

„AyAyRon“ drehte die Regler runter und das Publikum sang das „Fire Away“ allein. Warnblinker flackerten auf, Lichthupen ersetzten den Applaus. Nebel quoll von der schwarzen Bühne auf. Und je mehr sich die Nacht über die naheliegende Ahr legte, desto deutlicher zuckten Laser über das Festareal. Zum DJ-Wechsel hatte es sich bereits merklich abgekühlt. Pullover und heiße Musik von Greulich sorgten dafür, dass niemand frieren musste. Selbst das Verdeck des einzigen Cabrios auf dem Platz wurde erst zur Abfahrt wieder geschlossen.

„Habt ihr Bock?“, rief der DJ in sein Mikro, was die Menge mit einem deutlichen „Ja!“ beantwortete. Zum großen Finale legte das Duo gemeinsam seine Platten auf und rief einen Lichthupen-Wettbewerb unter den Besuchern aus. „Es ist megacool hier zu spielen“, verriet Lukassowitz, „die Leute konzentrieren sich so richtig auf die Musik.“

Nach zweieinhalb Stunden neigte sich die Party ihrem Ende zu. Mitternacht war der Verkehrsübungsplatz wieder leer. Nach der erfolgreichen Premiere sollen weitere Abende dieser Art nicht auf sich warten lassen. „Wir planen definitiv eine Wiederholung“, sagte Lukassowitz dem GA.