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Kandidatenporträt: Bad Breisiger setzt auf Tourismus

Kandidatenporträt : Bad Breisiger setzt auf Tourismus

AfD-Kandidat Ingo Nawa tritt zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im Wahlkreis 13 (Remagen/Sinzig) an. Er will sich für das Gastgewerbe in der Region einsetzen.

Ingo Nawa steht im Wahlkreis 13 (Remagen/Sinzig) bei der Landtagswahl vor der Herausforderung, das Ergebnis von 9,9 Prozent für die AfD von 2016 zu bestätigen oder zu übertreffen. Der 54-Jährige möchte das unter anderem erreichen, indem er auf das Thema Tourismus in der Region setzt. Der gebürtige Remagener arbeitet als Haustechniker in einem Hotel in Bad Breisig und erlebe täglich, wie es der Gastronomie und Hotelbranche gehe. Es müsse Anstrengungen geben, damit der Wirtschaftssektor gut aus der Krise komme. So sähe er Abgaben wie den Gästebeitrag kritisch. „Die Gastronomie im Kreis Ahrweiler muss gestärkt werden. Sie ist für die Region besonders wichtig“, sagt Nawa, der in Bad Breisig lebt. Dementsprechend würde er ein Förderprogramm für den Gastronomie-Sektor in Rheinland-Pfalz begrüßen.

Auch müsse es mit dem Blick auf die hohen Kosten von Schwimmbädern eine Unterstützung vom Land geben – dabei denke Nawa zum Beispiel an die hohen Ausgaben, die die Verbandsgemeinde für den Betrieb der Römertherme aufwendet.

Darüber hinaus sei Nawa das Ehrenamt ein Anliegen. So müsse sichergestellt werden, dass Feuerwehren zeitnah neues und sicheres Equipment erhalten, damit es genügend Anreize gebe, sich dort zu engagieren. Auch sollten aus seiner Sicht ausreichend Mittel bereitgestellt werden, damit die Menschen, die sich in Vereinen engagieren, zu geselligen Treffen zusammenkommen können, wenn das wieder möglich ist.

In die AfD ist Nawa nach eigener Aussage 2017 eingetreten. Zuvor habe er sich kaum politisch engagiert und sei der Partei gegenüber zunächst skeptisch gewesen. Das habe sich geändert, als er den früheren Landesvorsitzenden der AfD in Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, bei einer Veranstaltung in Bad Breisig reden hörte. „Er hat mir aus der Seele gesprochen“, so Nawa. Der 54-Jährige sieht sich in der Partei dem gemäßigten Spektrum um den Parteivorsitzenden Jörg Meuthen zugehörig. Nawa sei „grundsätzlich gegen jeden Extremismus“.

Nawa sieht für sich und für seine Partei Potential, der CDU im Wahlkreis Stimmen streitig zu machen. Die Christdemokraten hätten Bürgernähe verloren, sagt er. Zwar habe Guido Ernst, der fünf Mal für das CDU das Direktmandat im Wahklreis holte und in diesem Jahr nicht wieder antritt, „keine schlechte Politik abgeliefert“, doch habe er aufgehört, die Ziele seiner Partei zu verfolgen. Nawa verstehe sich als „Sprachrohr des kleinen Mannes und des Mittelstandes“. So habe er durch seine Arbeit als Haustechniker jeden Tag mit Handwerksbetrieben zu tun und wisse daher, welche Probleme diese Gruppe habe.

Ein weiteres Anliegen sei Nawa die ärztliche Versorgung im ländlich Raum. Dort drohe in den kommenden zehn bis 15 Jahren eine Unterversorgung, die man abwenden müsse. Er wünsche sich, dass möglichst viele Menschen am 14. März wählen gehen. Die Wahl sei eine große Chance, um Einfluss zu nehmen.

Um in den Mainzer Landtag einzuziehen, müsste Nawa das Direktmandat im Wahlkreis 13 gewinnen. Auf der 25 Plätze umfassenden Landesliste der AfD Rheinland-Pfalz ist er nicht aufgeführt.