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Polizei legt Zahlen vor: Deutlich weniger Unfälle auf der A 61

Polizei legt Zahlen vor : Deutlich weniger Unfälle auf der A 61

Auf der Autobahn 61 hat es im nördlichen Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr fast ein Drittel weniger Unfälle gegeben. Das liegt laut Polizei auch an Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Die Corona-Krise hat viele negative Auswirkungen. Zu den positiven dürfte zählen, dass es im vergangenen Jahr deutlich weniger Unfälle gegeben hat, wie sich am Beispiel der Autobahn 61 ablesen lässt. Die Polizeiautobahnstation Mendig, die für einen 227 Kilometer langen Abschnitt der A 61 zuständig ist, der sich im Süden von der Anschlussstelle Metternich bis im Norden zum Autobahnkreuz Meckenheim erstreckt, zählte im vergangen Jahr 439 Unfälle auf diesem Stück. Das sind mit 184 fast ein Drittel weniger als im Vorjahr (623). Bereits in den Vorjahren war die Zahl der Unfälle auf dem Autobahnabschnitt gesunken, jedoch nicht in dieser Deutlichkeit.

Die Autobahnpolizei Mendig, die auch zuständig ist für die Autobahnen A 571 (Zubringer aus Richtung Sinzig, 2,15 km Länge), die A 573 (Zubringer aus Richtung Bad Neuenahr, 2,5 km Länge) und die A 48 vom Autobahnkreuz Koblenz bis zur Anschlussstelle Ulmen (46,3 Kilometer Länge) führt als einen wichtigen Grund für den Rückgang das geringere Verkehrsaufkommen in der Corona-Pandemie an. „Ein wesentlicher Rückgang erfolgte in den Lockdown-Phasen mit einem durchschnittlichen Rückgang von circa 30 Prozent der Gesamtunfallzahlen“, heißt es in dem Polizeibericht. Der erste Lockdown habe sich mit einem Unfall-Rückgang von 38,5 Prozent am deutlichsten bemerkbar gemacht. Auch gezielte Überwachungsmaßnahmen sieht die Polizei als Grund für die sinkende Zahlen.

Sicherheitsabstand bleibt häufigste Unfallursache

In dem Gebiet der Autobahnpolizei ist die Zahl der Unfälle mit Personenschäden mit einem Minus von 25 Prozent ebenfalls rückläufig. Bei 74 Unfällen wurden demnach zwei Personen getötet (Vorjahr vier). 19 Personen wurden schwer (36) und 85 leicht verletzt (108).

Hauptgrund für die Unfälle sei unverändert mangelnder Sicherheitsabstand. An zweiter Stelle folgen nicht angepasste Geschwindigkeit. Dabei handele es sich seltener um das Überschreiten von Tempolimits, sondern um eine nicht an Witterungs- oder Verkehrsverhältnisse angepasste Geschwindigkeit.