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Nach Aus für Nahversorgungszentrum: Edeka investiert in sein Sinziger Geschäft

Nach Aus für Nahversorgungszentrum : Edeka investiert in sein Sinziger Geschäft

Edeka Sinzig hält an seinem „Bestandsmarkt“ fest. Bedeutet: Auch wenn man lieber in einem neuen Nahversorgungszentrum expandiert hätte, bleibt Edeka doch der Barbarossastadt treu. Der vorhandene Standort an der Kölner Straße soll wohl ausgebaut werden.

Nun ist es amtlich: der Sinziger Edeka-Markt bleibt. Nachdem der Stadtrat sich gegen den Bau des geplanten Nahversorgungszentrums entschieden hat (der GA berichtete), hat die Betreiberin des Vollsortimenters, Marita Thiele, gemeinsam mit Edeka Rhein-Ruhr Überlegungen angestellt, wie am vorhandenen Standort an der Kölner Straße ausgebaut werden kann. Um den Lebensmittelmarkt für die Zukunft sicher aufzustellen, investiert Thiele in ihr Geschäft und wird es modernisieren. Das teilte die Marktbetreiberin in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Edeka-Konzern mit.

Wie mehrfach berichtet, will das Sinziger Edeka-Geschäft expandieren und mehr Verkaufsfläche darstellen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Zunächst war ein Neubau auf der Jahnwiese geplant, dies in Kombination mit dem Bau einer dort seinerzeit ebenfalls vorgesehenen neuen Feuerwache. Aus diesen Plänen wurde jedoch nichts. Dann schloss man sich mit Aldi und der Drogeriekette Rossmann zusammen. Ziel: Der Bau eines neuen Nahversorgungszentrums auf dem Gelände des früheren Beton-Werkes, das stillgelegt wurde und seither eine Industriebrache ist.

Aldi und Rossmann, im Norden der Stadt angesiedelt, wollten so näher an die Innenstadt heranrücken und Synergieeffekte mit einem dann neu gebauten größeren Vollsortimenter nutzen können. Diese Pläne stießen auf erheblichen Widerstand insbesondere bei den Bewohnern des benachbarten Dreifaltigkeitsweges. Schlussendlich wurde das Projekt vom Stadtrat abgelehnt.

„Auch wenn wir uns einen komplett neuen Markt mit noch mehr Fläche gewünscht hätten, möchten wir unsere Kunden weiterhin mit Lebensmitteln versorgen und halten daher am Bestandsmarkt fest“, erklärt die selbstständige Kauffrau Marita Thiele. „Damit bieten wir auch unseren Mitarbeitern einen attraktiven und zukunftssicheren Arbeitsplatz. Die vergangenen Monate haben bewiesen, wie wichtig eine gute Nahversorgung vor Ort ist.“

Die Bauarbeiten sind für diesen Sommer geplant. Auf einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern werde es nach dem Umbau ein größeres Warenangebot als bisher geben, so Thiele, die unter anderem eine größere Obst- und Gemüseabteilung einrichten und mehr vegetarische und vegane Produkte anbieten will. Auch soll es eine 17 Meter lange Fleisch-, Wurst- und Käsetheke geben. Investiert werden soll auch in die Beleuchtung des Marktes: „Wir stellen auf LED-Beleuchtung um“, so Thiele. Zudem würden elektronische Preisauszeichnungen anstelle der herkömmlichen Papieretiketten zum Einsatz kommen.