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Kandidatenporträt: Engerer Schulterschluss mit Mainz

Kandidatenporträt : Engerer Schulterschluss mit Mainz

Petra Schneider tritt für die CDU im Wahlkreis 13 (Remagen/Sinzig) als Direktkandidatin zur Landtagswahl an. Ihr liegen Heimat, Handwerk und starke Kommunen am Herzen.

Petra Schneider will in große männliche Fußstapfen treten: die des Landtagsabgeordneten Guido Ernst, der fünf Mal in Folge das Direktmandat holte und nach einem Vierteljahrhundert die politische Bühne in Mainz verlässt. 25 Jahre freilich auch, in denen die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsfraktion nie die Regierung hat übernehmen können. Das soll sich am 14. März ändern, und Petra Schneider, die in Bad Breisig aufgewachsen ist und dort als 17-Jährige die Wahl zur Brunnenkönigin gewann, will dann im Wahlkreis 13 die Voten auf sich ziehen.

Sie versteht sich als heimatverbundene, gestandene Frau, die weiß, was sie kann und will: mit voller Kraft für starke Kommunen eintreten, für Klimaschutz, bessere Bildungsperspektiven für alle Kinder, für eine funktionierende Infrastruktur und heimische Handwerksbetriebe als ein Motor der Wirtschaft.

Dass das Handwerk ein wichtiger Arbeitgeber in der Region ist und goldenen Boden haben kann, weiß sie aus eigener Anschauung am besten. 1993 zog sie durch die Heirat mit ihrem Mann Jürgen Schneider von Bad Breisig nach Niederzissen ins Brohltal. Später hat das Ehepaar das Bauunternehmen der Familie übernommen, das sie in vierter Generation führen. Schneiders Sohn ist bereits Jungmeister, folglich ist „die Handwerkstradition in unserer Familie bereits als fünfte Generation gesichert“. Aufgrund ihrer familiären Biografie liegt der 48-Jährigen das Handwerk sehr am Herzen.

Die Lage zwischen den Ballungsräumen Köln/Bonn und Koblenz macht die 17 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Brohltal in Schneiders Augen zu einem idealen Wohnort für junge Familien. Sie lobt die Kita- und Schulangebote und das Naherholungskonzept. „Maria Laach, die Burg Olbrück und die Brohltalbahn sind beliebte Ausflugsziele für Besucher aus ganz Deutschland“, sagt sie. Diese Vielfalt gelte es zu erhalten: „Die Inspiration und Energie für innovative Ideen und Lösungsansätze sammele ich vor allem bei Wanderungen durch unsere schöne Heimat.“

Aufgabe der Landespolitik sei es, die Herausforderungen der Kommunen ernst zu nehmen und sie mit dem Geld zu versorgen, das ihnen nach dem kommunalen Finanzausgleich wirklich zustehe. „Der Schulterschluss zwischen Mainz und unseren Städten und Gemeinden muss wieder enger werden“, sagt Schneider. „Kaputte Straßen und lahmes Internet verbauen viele Möglichkeiten – hier muss sich etwas tun.“

Als sich 1970 die Ämter Niederzissen, Burgbrohl und Kempenich zur VG Brohltal zusammenschlossen, war das für Schneider „der Startschuss für eine Erfolgsgeschichte“. Ein „hervorragender Ort zum Leben mit einer vitalen Wirtschaft und guten Konzepten in Bezug auf Tourismus und Naherholung“ müsse die Verbandsgemeinde bleiben.

Dass sie in Mainz für Sinzig, Remagen, Bad Breisig und das Brohltal wirken kann, steht für Schneider außer Frage. Seit 2004 engagiere sie sich schließlich bereits kommunalpolitisch. Seither arbeitet sie im VG-Rat Brohltal mit, ebenso lange im Vorstand der CDU Brohltal. Seit 2019 ist sie Vizevorsitzende der Frauen Union Ahrweiler und seit 2019 Kreistagsmitglied. Der gelernten Bankkauffrau ist vor neuen Herausforderungen nicht bange.