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Kandidatenporträt: Forderung nach mehr Solidarität

Kandidatenporträt : Forderung nach mehr Solidarität

Michael Lüdtke tritt für die Linke als Direktkandidat zur Landtagswahl im Wahlkreis 13 (Remagen/Sinzig) an. Er hat Menschen im Blick, denen es im Kreis Ahrweiler weniger gut geht.

„Die Linke steht für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit, mehr direkte Demokratie, für ein gerechtes Bildungssystem und Arbeit, von der man leben kann. Daher will ich möglichst viele Menschen überzeugen, dass eine gerechtere, ökologischere und friedlichere Welt möglich ist und dass sie mit demokratischer Politik erreichbar ist.“ Fragt man den 34-jährigen Michael Lüdtke nach dem Grund, warum er am 14. März für die Linkspartei kandidiert, um in den Landtag einziehen zu können, dann kommt die Antwort schnell. Der in Brohl-Lützing lebende Kandidat im Wahlkreis 13 ist seit einem Jahr Kreisgeschäftsführer seiner Partei. Hauptberuflich arbeitet der Fachangestellte für Sozialversicherungen in einem Jobcenter.

In Andernach wurde er geboren, in Bad Breisig wuchs er auf: Michael Lüdtke kennt die Region und ihre Menschen. Insbesondere die, die nicht auf der Sonnenseite sind. Das bringt sein Job mit sich: Täglich hat es der Vater (ein Sohn, eine Tochter) mit der Grundsicherung von Arbeitssuchenden zu tun. Ausflüge mit seiner Familie in die Region oder auch analoge wie auch digitale Gesellschaftsspiele gehören ebenso zu seinen Hobbys wie die ehrenamtliche Arbeit in der Gewerkschaft Verdi. „Ich bin 2017 in die Linke eingetreten. Seit 2006 bin ich gewerkschaftlich organisiert und engagiere mich in der Personal- und Schwerbehindertenvertretung. Dabei habe ich gelehrt, dass man viel Gutes bewirken und gestalten kann, sobald man aktiv wird“, erklärt der Kandidat der Linken. Für ihn sei klar: Allein die Linke sei die Partei, „die die Interessen der Arbeiter und der Menschen nicht aus den Augen verloren hat“.

Seinen Schwerpunkt sieht Lüdtke in der Sozial-, Familien- und Bildungspolitik. Seit der vergangenen Kommunalwahl ist er als sachkundiger Bürger für die Fraktion SPD/Die Linke im Ausschuss für Soziales und Demographie in der Verbandsgemeinde Bad Breisig aktiv. Lüdtke: „Leider hat seither erst eine Sitzung stattgefunden. Dies ist meines Erachtens viel zu wenig.“

Rot-Gelb-Grün habe in Rheinland-Pfalz „abgewirtschaftet“, meint der Brohl-Lützinger. Bereits vor der Pandemie habe die Landesregierung nur noch schlecht verwaltet, anstatt überzeugend zu gestalten: Trotz langanhaltenden Aufschwungs seien die meisten Langzeitarbeitssuchenden auch Anfang 2020 immer noch arbeitssuchend gewesen. Die Landesregierung habe kaum eigenes Geld in die Hand genommen, um die Wirtschaft und die Menschen zu unterstützen – und wenn, waren vor allem Großunternehmen die Nutznießer. Die Beschäftigten hätten nur sehr wenig profitiert.

Vor allem sei die Chancengleichheit in der Bildung endlich umzusetzen. „Wir halten an der Gemeinschaftsschule und kleinen Schulen auch im ländlichen Raum fest, damit Bildungserfolg und Chancen, gute Arbeit zu finden, nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Die Mobilität muss für alle möglich sein und ist ein wichtiger Baustein für ein besseres Klima. Der kostenlose ÖPNV ist ein Muss, die bessere Anbindung von Stadt und Land ist der nächste Schritt zu einer sozialen und ökologischen Verkehrswende in Rheinland-Pfalz“, sagte Lüdtke.