Auf jüdischem Friedhof in Köln Heimatverein Niederzissen stiftet Grabsteine

Köln/Niederzissen · Mehr als 80 Jahre blieben die Ruhestätten einer jüdischen Frau aus dem Brohltal und ihrer Tochter in Köln ohne Grabsteine. Nun stiftete der Kultur- und Heimatverein Niederzissen zwei Steine zum Gedenken.

Ihre letzte Ruhestätte fanden sie 1940 auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd. Aber erst seit Herbst 2023 erinnern Grabsteine an Cecilie Berger und Tochter Bela.

Ihre letzte Ruhestätte fanden sie 1940 auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd. Aber erst seit Herbst 2023 erinnern Grabsteine an Cecilie Berger und Tochter Bela.

Foto: Brigitte Decker,

Nebeneinander liegen auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd, Flur 25, Reihe 7, die beiden Grabstellen Nummer 80 und 81. Lange fehlten dort, wo Cecilie Berger und ihre kleine Tochter Bela beigesetzt sind, die Grabsteine. Die Mutter starb am 19. Februar 1940, fünf Tage nach dem drei Wochen alten Säugling. Eine Tragödie für Ehemann und Vater Arthur Berger während der sich immer weiter zuspitzenden kollektiven Bedrohung, der Menschen jüdischen Glaubens zur damaligen Zeit des Nationalsozialismus ausgesetzt waren.