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Zu hohe Sieben-Tage-Inzidenz: Kreis Ahrweiler nimmt Corona-Lockerungen zurück

Zu hohe Sieben-Tage-Inzidenz : Kreis Ahrweiler nimmt Corona-Lockerungen zurück

Ab Dienstag braucht man in vielen Geschäften im Kreis Ahrweiler wieder einen Termin. Auch Sportler müssen sich erneut einschränken.

Rund eine Woche konnten die Bürger im Kreis Ahrweiler ohne Terminabsprache einkaufen. Das wird sich nun wieder ändern, da die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 50 lag und zugleich dieser Wert im Kreis Ahrweiler überschritten ist. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, müsse sie deshalb gemäß der 17. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz eine Allgemeinverfügung erlassen, die am Dienstag, 16. März, in Kraft tritt.

Demnach muss der Einzelhandel zum Einkaufen per Termin zurückkehren. Pro angefangene 40 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich nur ein Kunde zeitgleich im Laden aufhalten, so der Kreis. Ausgenommen von dieser Regelung sind unter anderem Einzelhandelsbetriebe für Lebensmittel, Direktvermarkter, Drogerien, Apotheken, Buchhandlungen sowie Baumärkte, Gärtnereien und Blumenfachgeschäfte.

Eingeschränkt werden müssen demnach auch sportliche Aktivitäten. Sie sind mit maximal fünf Personen aus zwei Hausständen im Freien erlaubt. Training im Amateur- und Freizeitsport ist in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahre und einer Trainerin oder einem Trainer unter Einhaltung des Abstandsgebotes im Außenbereich zulässig.

Auch der Kulturbereich ist betroffen. Hier ist der Proben- und Auftrittsbetrieb untersagt. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler teilte am Montag mit, dass die geplanten Öffnungen von Roemervilla und Stadtbibliothek angepasst werden. So wird es bei der Roemervilla Besucherobergrenze geben, auch eine Terminvergabe wird notwendig werden. Konkretere Änderung wolle die Stadt bald mitteilen.

Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Ahrweiler steigt auf 98

Unterdessen meldete die Kreisverwaltung am Montag 32 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Diese verteilten sich wie folgt: acht in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, sieben in der Stadt Remagen, elf in der Stadt Sinzig sowie jeweils zwei in den Verbandsgemeinden Adenau, Bad Breisig und Brohltal. Laut dem Kreis entfallen 14 der 32 Neuinfektionen und damit mehr als ein Drittel auf Minderjährige. Von den 14 neuinfizierten Kindern und Jugendlichen sind zwei im Kindergartenalter, sechs im Grundschulalter sowie sechs bis 18 Jahre alt. Als weitere Einrichtung wurde das „Hospiz im Ahrtal“ in der Kreisstadt durch ein mobiles Impfteam mit Erstimpfungen versorgt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Ahrweiler ist erneut gestiegen. Sie liegt bei 98 Neuinfektionen. Die Anzahl der aktiven Corona-Fälle liegt bei 240. 46 Personen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.