Kommentar zur Entscheidung über den Flut-Bericht Es hört sich so an, als würde Angehörigen der Flutopfer ein Vorwurf gemacht

Meinung | Bonn · Erst wird das Verfahren gegen den ehemaligen Landrat Pföhler eingestellt, dann lehnt die Staatsanwaltschaft es ab, den Abschlussbericht zu veröffentlichen. Und erwähnt Hinterbliebene, die bereits angekündigt hätten, gegen die Einstellung der Ermittlungen vorzugehen. Unser Autor fordert Mut zur Transparenz.

Mit schwerem Gerät wird an der Ahr der Wiederaufbau der Bahnstrecke vorangetrieben. Im Juli 2021 hatte die Flutkatastrophe gewaltige Schäden hinterlassen, 135 Menschen kamen ums Leben.

Mit schwerem Gerät wird an der Ahr der Wiederaufbau der Bahnstrecke vorangetrieben. Im Juli 2021 hatte die Flutkatastrophe gewaltige Schäden hinterlassen, 135 Menschen kamen ums Leben.

Foto: dpa/Thomas Frey

Hören die negativen Nachrichten denn nie auf? Das dürften sich viele Menschen im Ahrtal in diesen Tagen fragen, wenn sie an die Aufarbeitung der Flutkatastrophe denken. Nächstes Kapitel an diesem Mittwoch: Die Staatsanwaltschaft lehnt es ab, den Abschlussbericht über die Ermittlungen gegen den früheren Ahrweiler Landrat Jürgen Pföhler zu veröffentlichen. Es sind gerade vier Wochen her, dass die Ermittler erklärt hatten, sie sähen keinen hinreichenden Tatverdacht gegen Pföhler. Ergo würden die Ermittlungen eingestellt.