Haushalt beschlossen Dernau investiert 17,6 Millionen Euro

Dernau · Der Haushaltsplan der Gemeinde beinhaltet weitgehend Projekte für den Wiederaufbau. Einige Vorhaben können auch dank Spenden realisiert werden.

 Alfred Sebastian ist Bürgmermeister von Dernau. Zur Kommunalwahl am 9. Juni tritt er nicht wieder an.

Alfred Sebastian ist Bürgmermeister von Dernau. Zur Kommunalwahl am 9. Juni tritt er nicht wieder an.

Foto: ahr-foto

„Die Königssitzungen überhaupt für Kommunalpolitiker sind in der Regel die Haushaltsberatungen“, sagte der Dernauer Bürgermeister Alfred Sebastian in seiner letzten Sitzung als Vorsitzender des Rates. In diesem Jahr habe sich das Gremium allerdings allein mit dem Wiederaufbau zu beschäftigen, wesentlich neue Projekte könnten nicht in Angriff genommen werden. Mit dem Wiederaufbau habe die Gemeinde „genug zu tun“.

Einstimmig beschloss der Rat das Zahlenwerk, in dem weder der Ergebnishaushalt noch der Finanzhaushalt ausgeglichen werden konnten. Im Ergebnishaushalt zeichnet sich bei Erträgen von 5,39 Millionen Euro ein Fehlbetrag von 316.100 Euro ab. Im nahezu 20 Millionen schweren Investitionshaushalt fehlen allerdings nur wenige Tausend Euro.

Auch Spenden spielen eine Rolle

Kämmerer Wolfram Bäcker nannte Gründe für das fehlende Geld im Ergebnishaushalt: erhöhte Aufwendungen für Gericht und Sachverständige, eine höhere Umlage für die Grundschule, gestiegene Kosten für Vergütungen und Energie, fehlende Einnahmen aus Parkgebühren und dem Tourismusbeitrag, Wegfall der Schlüsselzuweisung A des Landes, gestiegene Aufwendungen für Zinsen.

Im Finanzhaushalt seien fast ausschließlich Investitionen für die Bewältigung der Flutkatastrophe geplant, führte der Kämmerer aus. Für 17,6 Millionen Euro aus dem durch die Flutkatastrophe bedingten Gesamtschaden von 91 Millionen Euro würde investiert, entsprechend hohe Zuwendungen könnten allerdings aus dem Wiederaufbauprogramm von Land und Bund erwartet werden. Es gebe auch Projekte, die durch Spenden realisiert werden könnten, so das Multifunktionsfeld auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes, die Anschaffung eines Traktors, der Bau eines WC-Gebäudes am Dorfplatz und der Spielplatz Hardtbergstraße. Aus eigenen Mitteln wolle die Gemeinde eine Geschwindigkeitsmessanlage anschaffen.

Die Hebesätze für die Gemeindesteuern ändern sich diesmal nicht. Bei der Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) bleibt es bei einem Hebesatz von 345 Prozent, bei der Grundsteuer B (Bauland) bei 465 Prozent bei der Gewerbesteuer bei 380 Prozent. Der Tourismusbeitrag wurde auf 15 Prozent festgesetzt.

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