Nachforschungen nach Großeinsatz in Niederzissen Technische Fehlbedienung löste Amok-Alarm an Realschule aus

Update | Niederzissen · Die Polizei Mayen teilte am Donnerstag den Grund des Amok-Fehlalarms im März in der Realschule Plus in Niederzissen mit. Nachforschungen hätten ergeben, dass eine falsche Bedienung der Technik den Alarm auslösten.

 In der Realschule in Niederzissen wurde am 21. März ein Amok-Alarm ausgelöst, der sich schnell als falsch herausstellte. Die Polizei hat nun mitgeteilt, dass der Grund für den Fehlalarm wohl ein technischner Bedienungsfehler war.

In der Realschule in Niederzissen wurde am 21. März ein Amok-Alarm ausgelöst, der sich schnell als falsch herausstellte. Die Polizei hat nun mitgeteilt, dass der Grund für den Fehlalarm wohl ein technischner Bedienungsfehler war.

Foto: Hagebölling

Der Grund für den Amok-Fehlalarm an der Realschule Plus in Niederzissen ist laut der Polizei Mayen ermittelt: Eine falsche Bedienung der Alarmtechnik habe den Großeinsatz am 21. März um 12.25 Uhr ausgelöst. Nach dem Alarm wurde das gesamte Schulgebäude von den Einsatzkräften durchsucht. Da sie keine Bedrohungslage ausmachen konnten, wurde schnell wieder Entwarnung gegeben. Bereits am Einsatztag nahm die Polizei einen technischen Defekt der Alarmanlage an. Nun ist sie davon überzeugt, dass es sich um eine „technische Fehlbedienung“ handelte.

20 Einsatzkräfte am Alarmtag auf dem Schulgelände

Am Tag des Amok-Alarms waren rund 20 Einsatzkräfte vor Ort, da zunächst von einer „allgemeinen Bedrohungslage“ die Rede war. Die Zufahrtsstraße zur Schule, der Arweg, war während des Einsatzes für rund zwei Stunden gesperrt. Zur psychologischen Betreuung der Schüler waren Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes und des Kriseninterventionsteams der Polizei im Einsatz. Am folgenden Freitag fiel der reguläre Unterricht aus, die Schule bot zur Aufarbeitung der Geschehnisse ein Beratungsangebot mit dem schulpsychologischen Dienst an.

„Kritzelei“ auf Schultoilette

Bereits ein Tag vor dem Alarm sorgte eine Mitteilung der Schulleitung an die Eltern für Aufregung. In dem Schreiben, das dem GA vorliegt, heißt es: „In der vergangenen Woche kam es zu einer Bedrohung (Kritzelei auf einer Schultoilette) von einzelnen Personen, die wir sehr ernst nehmen. Als Schule haben wir die Polizei eingeschaltet, die ein Ermittlungsverfahren aufgenommen hat.“

In der selben Woche gab es auch einen Fehlalarm in Bonn. Dort wurde an der Gesamtschule Bonns Fünfter offenbar mutwillig der Alarm ausgelöst. Lehrer und Schüler berichteten im Anschluss, wie belastend die Situation für sie war.

(ga/mha)