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Rüdiger Nothnick kandidert für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Kandidatenporträt : Rüdiger Nothnick: Mehr direkte Demokratie wagen

Geht es nach Rüdiger Nothnick, der für die AfD im Wahlkreis 14 als Direktkandidat antritt, sollten die Bürger viel häufiger abstimmen. Er wünscht sich, dass es landesweit mehr direkte Demokratie in Form von Befragungen gibt. Der AfD-Mann will zudem die medizinische Versorgung im Kreis sichern.

Am kommenden Sonntag wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt. Geht es nach Rüdiger Nothnick, der für die AfD im Wahlkreis 14 als Direktkandidat antritt, sollten die Bürger viel häufiger abstimmen. Er wünscht sich, dass es landesweit mehr direkte Demokratie in Form von Befragungen gibt. „Zum Beispiel hätte man die Bürger im Kreis Ahrweiler dazu befragen sollen, ob die Landesgartenschau 2022 hier stattfinden soll“, sagt der 62-Jährige. Die Schweiz zeige seiner Ansicht nach, dass dieses Instrument gut funktioniere.

Rüdiger Nothnick ist zweiter stellvertretender Vorsitzender der AfD im Kreis Ahrweiler und lebt im Ramersbach in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dort erlebe er, dass die digitale Anbindung noch viel Potential hat. „Das Internet hat sich hier verbessert, aber die Breite der Anbieter ist nicht gegeben“, sagt er. Es gelte mit Blick auf die Digitalisierung, die „weißen Flecken im Landkreis Ahrweiler von der Fläche zu tilgen“, so Nothnick. Im Jahr 2021 sollte der Zustand deutlich besser sein, als er es bisher ist.

Einwanderung und Asyl spielen eine Rolle

Auch die Gesundheitsversorgung hat Nothnick als Thema ausgemacht. Die Schließung der Chirurgie am Adenauer Krankenhaus sei eine schlechte Entwicklung. „Dass gerade am Nürburgring die Chirurgie geschlossen wurde, ist ein absolutes No-Go“, sagt Nothnick. Wer auf der Rennstrecke einen schweren Unfall habe, müsse nun nach Bad Neuenahr oder nach Mayen gebracht werden, was ein weiter Weg sei. Um sicherzustellen, dass es in Zukunft noch genug Hausärzte im Kreis gibt, möchte Nothnick, dass die Zulassung vereinfacht wird. Auch eine Unterstützung bei der Praxisausstattung könne ein Weg sein, um junge Ärzte für die Region zu begeistern. Zudem könne es lohnenswert sein, Absolventen an den Universitäten anzusprechen. Angesichts des Nachwuchsmangels in Deutschland komme man nicht daran vorbei, auch ausländische Fachkräfte zu gewinnen.

Einwanderung und Asyl sind Themen, mit denen sich die AfD profilieren möchte. Auch für Nothnick spielen diese Themen eine Rolle. Der AfD-Direktkandidat, der nach eigenem Bekunden „viele Ausländer im Freundes- und Bekanntenkreis hat“, sagt: „Jeder, der sich integriert und einfügt, ist herzlich willkommen.“ Das Jahr 2015, in dem hunderttausende Menschen in Deutschland Asyl beantragt haben, habe ihn dazu bewogen, sich in der AfD zu engagieren. Seiner Ansicht nach hätte man damals viel genauer prüfen müssen, wer nach Deutschland kommt und ob die Menschen wirklich notleidend sind. Danach gefragt, ob er sich in der AfD eher dem Lager des gemäßigteren Parteichefs Jörg Meuthen oder dem des wegen rechtsextremer Positionen umstrittenen Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke zugehörig fühlt, sagt Nothnick, dass er sich dazwischen einordnen würde. Beide Seiten hätten aus seiner Sicht gute, aber auch falsche Argumente vorzuweisen.