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Zuschuss des Bundes für verbesserten Radschnellweg: Sinzig will seinen Rheinradweg erneuern

Zuschuss des Bundes für verbesserten Radschnellweg : Sinzig will seinen Rheinradweg erneuern

Der Rheinradweg in Sinzig ist voller Schlaglöcher und anderer Schäden. Die will die Stadt nun beheben. Und die Barbarossastadt möchte bei der 206 000 Euro teuren Erneuerung der Piste von einem Förderprogramm des Bundes profitieren.

Die Stadt Sinzig will von einem neu aufgelegten Bundesprogramm zur Förderung von Radwegen profitieren. Im Fokus steht der Rheinradweg, der in der Barbarossastadt stark erneuerungsbedürftig ist.

„Der Unterhaltungsaufwand aufgrund der teilweise starken Fahrbahnschäden ist sehr hoch“, so Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Eine Teilnahme an dem Förderprogramm würde die Möglichkeit bieten, notwendige Sanierungsmaßnahmen in größerem Umfang anzugehen. Ohnehin soll der zwischen Köln und Koblenz verlaufende Radschnellweg in Gänze auf Vordermann gebracht werden. Das Teilstück in Sinzig würde dann in einem Aufwasch mit in Ordnung gebracht.

Die geschätzten Kosten liegen bei 206 000 Euro, von denen der Bund gut 80 Prozent übernehmen würde.

Die Rheinland-Pfalz-Tourismus GmbH unterstützt das Vorhaben und plant eine gemeinsame Antragstellung aller interessierten rheinland-pfälzischen Kommunen, Sinzig könnte sich hier einklinken. In diesem Rahmen wird auch über den Bau einheitlicher Rastplätze entlang des Rheinradweges nachgedacht.

Die Zuschüsse des Bundes sollen genutzt werden, um die Qualität des Radnetzes Deutschland zu verbessern. Hierzu gehören nicht nur neue Oberflächenbeläge und breitere Wege, sondern auch Attraktivitäts- und Verkehrssicherheitssteigerungen oder auch die Beseitigung von Gefahrenstellen. Das Förderprogramm des Bundes wurde erst vor wenigen Wochen gestartet. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht allerdings nicht.

Ohnehin muss sich die Stadt Sinzig reichlich beeilen: Denn für investive Vorhaben im Radwegebau der Hauptrouten läuft die Antragsfrist lediglich bis Anfang August. Zudem müssen die Maßnahmen bis Ende 2023 umgesetzt sein. Haushaltsmittel im laufenden Etat der Stadt sind eigentlich nicht vorgesehen.

Kein Wunder: Bei Aufstellung des Zahlenwerkes gab es das Förderprogramm des Bundes noch nicht. Daher will man nun den erforderlichen Eigenanteil der Stadt über außerplanmäßige Ausgaben abdecken.