Kabarett in der "Villa Aurora": Viel "Ordnung" im Salongespräch mit Bodo Mario Woltiri

Kabarett in der "Villa Aurora" : Viel "Ordnung" im Salongespräch mit Bodo Mario Woltiri

Die Salongespräche im Privathotel "Villa Aurora" in Bad Neuenahr haben sich mittlerweile etabliert. Bei der fünften Auflage war der Salon "Rembrandt" bis zum allerletzten Platz besetzt, denn die Veranstalter Rudolf Raethel und Gudrun Raethel-Vehres hatten den Bonner Kabarettisten Bodo Mario Woltiri für einen Auftritt gewinnen können.

In seinem Soloprogramm "Einer muss dran glauben" verpackte er seine Wort- und Gedankenspiele in Gedichte, Kurzgeschichten, Szenen und Lieder. Für das Publikum, das langsam zu einer verschworenen Gruppe zusammenwächst, entwickelte sich ein vergnüglicher Nachmittag voller tiefsinniger und vor allem kurzweiliger Texte.

So ging Woltiri den zahlreichen Facetten der deutschen Lieblingstugend "Ordnung" nach zwischen Ordnungshüter und geordnetem Nachlass. Adam träumte von einem Neuanfang im Paradies, wurde aber von Eva aus allen Träumen gerissen, um das genetische Erbgut der Menschheit zu verbessern.

Sehr amüsant auch seine Vokalgedichte in der Nachfolge von Ernst Jandl, doch statt Ottos Mops ist hier Bodos Frosch der Held. Eine genaue Betrachtung wert ist auch das gewöhnliche Ei in all seinen Ausprägungen zwischen Ei-fel, Ei-Phone und Metzger-ei. Ähnlich illuster ging es zu in der chinesischen Ling-Dynastie mit so namhaften Abkömmlingen wie Säug-Ling, Feig-Ling und Emporkömm-Ling.

Dann berichtete der Bonner Kleinstadt-Dandy Harry Beau über sein süßes Leben mit seiner Geliebten Nutella im roten Ferrero, bis er von der Toffi-Fee mit den Waffeln einer Frau geschlagen wurde. Vom Beinahe-Geschwistermord zwischen Kein und Fabel bis zur Auktion von Reliquien aus 2000 Jahren Kirchengeschichte reichte das weitere Programm voller zauberhafte Momente.