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Autobahnpolizei stellt Bilanz für 2019 vor: Zahl der Verkehrsunfälle in Mendig geht zurück

Autobahnpolizei stellt Bilanz für 2019 vor : Zahl der Verkehrsunfälle in Mendig geht zurück

Die Autobahnpolizei Mendig legt die Bilanz der Verkehrsunfälle 2019 für die A 61 und die A 48 vor. Hauptunfallursache ist zu geringer Abstand.

Jörg Klein, Chef der Autobahnpolizei (PAST) Mendig, hat die Verkehrsunfallstatistik für 2019 vorgelegt. Seine Dienststelle ist zuständig für die A 61 vom Autobahnkreuz Koblenz bis Metternich und für die A 48 vom Autobahnkreuz Koblenz bis Ulmen. An Werktagen befahren 72.000 Fahrzeuge die A 61, davon 22 Prozent Lkw, auf der A 48 sind es 31.000 Fahrzeuge, davon 17 Prozent Lastwagen.

Auf diesen Strecken ereigneten sich 2019 insgesamt 897 Verkehrsunfälle. Davon wurden 623 auf der A 61 und 240 Verkehrsunfälle auf der A 48 registriert. 34 Verkehrsunfälle ereigneten sich auf den Nebenautobahnen 571 und 573. Klein: „Entgegen dem Landestrend ist bei der PAST Mendig ein Rückgang der Verkehrsunfälle um neun Prozent zu verzeichnen. Nach einer auffallend hohen Verkehrsunfallzahl im Jahre 2015 mit insgesamt 1109 Unfällen sind auch im vierten Jahr in Folge die Unfallzahlen rückläufig.“ Bei einer differenzierten Betrachtung des Vergleichszeitraums 2018/19 belaufen sich die Rückgänge auf 7,7 Prozent bei der A 61 und auf 13,4 Prozent bei der A 48.

Trotz rückläufiger Zahlen ist die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden um elf Prozent auf insgesamt 99 mit insgesamt 148 verunglückten Personen gestiegen. Bei den 99 Unfällen kamen vier Menschen ums Leben, im Vorjahr waren es zwei. 36 Menschen (Vorjahr 29) wurden schwer und 108 (Vorjahr 106) leicht verletzt.

Hauptunfallursache war mangelnder Sicherheitsabstand mit 283 Verkehrsunfällen. An zweiter Stelle folgt nicht angepasste Geschwindigkeit mit 183 Verkehrsunfällen und Fehler beim Überholen mit 42 Unfällen. Bei der Unfallursache „nicht angepasste Geschwindigkeit“ ist ein Anstieg um 8,9 Prozent zu verzeichnen. Klein stellt jedoch klar: „Dabei handelte es sich zumeist nicht um Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, sondern um ein den Witterungs- oder Verkehrsverhältnissen nicht angepasstes Tempo.“

Im Berichtsjahr ereigneten sich 336 Verkehrsunfälle, an denen Lkw beteiligt waren. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang von 39 Unfällen oder 10,4 Prozent. Bei 255 Unfällen war Hauptverursacher der Lkw-Fahrer. Klein: „Dies bedeutet, dass bei 37,5 Prozent aller Unfälle bei der PAST Mendig ein Lkw beteiligt war. Bei diesen Unfällen wurden zwei Menschen getötet, fünf schwer und 18 leicht verletzt.“

Bilanz der Polizei zeigt Nötigung, Beleidigung und verbotene Rennen

Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinwirkung ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wurden im Jahr 2018 noch bei 17 Fahrzeugführern berauschende Mittel festgestellt, so waren es im Berichtsjahr acht Fahrer. Bei den Verkehrsunfällen dieser Klientel wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Aber auch das gab’s: In der Mendiger Wache wurden 134 Strafanzeigen wegen Rohheitsdelikten im Straßenverkehr bearbeitet. Dabei reichte das Spektrum von Nötigung über diverse Eingriffe in den Straßenverkehr bis hin zur Beleidigung und verbotenen Kraftfahrzeugrennen. Fazit von Jörg Klein, der die Mendiger Wache seit dem Herbst leitet: „Das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren, konnte erreicht werden. Die Anzahl der folgenlosen Rohheitsdelikte, die glücklicherweise nicht zu einem Unfall geführt haben, gepaart mit einem hohen Dunkelfeld, erfordert jedoch weiterhin eine hohe Kontrolldichte. Gleiches gilt unter anderem auch für die Hauptunfallursache Abstand und die Ablenkung im Straßenverkehr (Handy). Diese werden im Jahr 2020 wesentliche Tätigkeitsfelder der Verkehrsüberwachung sein, ungeachtet ob Personen- oder Güterverkehr.“