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Friedensmuseum in den Brückentürmen von Remagen: Neuanfang beendet Streit beim Friedensmuseum

Friedensmuseum in den Brückentürmen von Remagen : Neuanfang beendet Streit beim Friedensmuseum

Der Verein Friedensmuseum Brücke von Remagen möchte unter frühere Querelen einen Schlussstrich ziehen. Die Mitglieder wählten Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl zum neuen Vorsitzenden. Doch so ganz konnte man noch nicht mit dem Vergangenen abschließen: Dem bisherigen Vorstand wurde für 2018 und 2019 keine Entlastung erteilt.

Die Mitgliederversammlung des Vereins Friedensmuseum Brücke von Remagen hat Bürgermeister Björn Ingendahl zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Der neue Vorstand hat betont, dass er alle Streitigkeiten beenden und damit die Weichen für die Zukunft stellen möchte. Kassiererin ist Barbara Heimbach und als Beisitzerinnen gehören Karin Keelan, Anke Sultan und Sabine Peter der neuen Führungsmannschaft an.

Nun soll die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt, viele neue Ideen umgesetzt und die Wiedereröffnung des Museums vorangetrieben werden. Zunächst sei es das Ziel, den Verein wieder in ein ruhiges Fahrwasser zu führen. Langfristig soll die Ausstellung im Museum modernisiert und der heutigen Zeit angepasst werden. Der Vorstand möchte internationale und nationale Kooperationen sowie die pädagogische Zusammenarbeit mit den Schulen vor Ort ausbauen und die Kommunikation mit den Vereinsmitgliedern und der Öffentlichkeit intensivieren.

 „Der neue Vorstand setzt auf Teamarbeit, Transparenz und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und hofft auf vielfältige Unterstützung seitens der Bürgerschaft, der Verwaltung und vieler anderer Träger und Institutionen“, erklärt Sabine Peter. Zu den Schwierigkeiten, die den Verein in den vergangenen Jahren begleitet haben, zählen zwei nicht gültige Sitzungen im Jahr 2018, in denen versucht wurde, den Verein aufzulösen. In der Folge kam es zu massiven Dissonanzen im Vorstand und zum Rücktritt des auf Lebenszeit gewählten Vorsitzenden Hans-Peter Kürten. Da anschließend keine Mitgliederversammlung einberufen wurde, konnten notwendige Brandschutzmaßnahmen nicht durchgeführt werden, sodass das Museum schließen musste. Die Kassenprüfer erklärten, dass noch einige Fragen offen seien, die mit dem neuen Vorstand geklärt werden müssten. Deshalb beschloss die Mitgliederversammlung, dem alten Vorstand für die Jahre 2018 und 2019 keine Entlastung zu erteilen.

„„Ich freue mich, dass sich so viele Vereinsmitglieder gefunden haben, die sich für den Verein und das Museum engagieren wollen. Ich bin sicher, dass wir gut zusammenarbeiten werden und dem Museum die ihm zustehende Bedeutung wieder zurückgeben können“, beendete Björn Ingendahl die rund vierstündige Versammlung.