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Gernot Reipen tritt an: Piraten wählen ihren Direktkandidaten

Gernot Reipen tritt an : Piraten wählen ihren Direktkandidaten

Die Piraten haben am Wochenende den Diplom-Biologen Gernot Reipen als Direktkandidaten für den Wahlkreis 199 bei der bevorstehenden Bundestagswahl am 22. September nominiert. Der 58-jährige Gleeser setzte sich bei der Aufstellungsversammlung im Hotel Krupp in Bad Neuenahr gegen vier Mitbewerber im ersten Wahlgang knapp durch.

Unter der Leitung des Spitzenkandidaten auf der Landesliste, des 19-jährigen Abiturienten Vincent Thenhart, sowie des Schatzmeisters des Landesverbandes, Lars Matti, beide aus Neustadt/Weinstraße, suchten ein gutes Dutzend Parteimitglieder aus dem Wahlkreis Ahrweiler nach ihrer Galionsfigur. Einen eigenen Kreisverband gibt es noch nicht.I

Die fünf Kandidaten hatte jeweils exakt zehn Minuten Zeit, sich vorzustellen, sowie zwei Minuten für anschließende Fragen der Parteimitglieder. Ivo Dubiel (Burgbrohl) stellte sich als Alt-68er mit "Berufsverbot" vor, der nach Volks- und Betriebswirtschaftsstudium samt Promotion 35 Jahre für Entwicklungshilfeprojekte in Lateinamerika gearbeitet habe.

BIMA-Angestellter Matthias Rudolph (Remagen) war 20 Jahre in der Berliner CDU aktiv. Taxifahrer Benedikt Steinhoff (Altenahr) mahnte, die Piraten nicht kaputt zu schreiben. Webmaster Hans-Jürgen Toek (Adenau) berichtete, er habe 1996 das erste Internet-Café in Troisdorf eröffnet. Letztlich überzeugte Gernot Reipen aus Glees die Mehrheit der Stimmberechtigten schon im ersten Wahlgang. Der 58-jährige ist für die Piraten politisch schon länger aktiv und engagiert sich vor allem bei den "Sozialpiraten".