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Rege Wahlbeteiligung bei der Landratswahl im Kreis Ahrweiler

Landratswahl im Kreis Ahrweiler : Deutlich höhere Wahlbeteiligung als 2015

Bereits am Nachmittag sprachen die Wahlvorstände bei der Landratswahl im Ahrkreis von einer guten Wahlbeteiligung. Viele Wähler mussten im flutbetroffenen Gebiet in großen Zelten ihre Stimme abgeben.

In den Wahllokalen des Kreises Ahrweiler zeichnete sich bereits am Sonntagnachmittag eine gute Beteiligung ab. Am Abend bestätigte sie sich. Knapp die Hälfte der Wahlberechtigten machte ein Kreuz bei einem der vier Kandidaten, beim Urnengang 2015, als nur zwei Bewerber zur Auswahl standen, lag die Wahlbeteiligung lediglich bei unter 30 Prozent. Diesmal zur Auswahl standen bekanntlich Horst Gies (CDU), Cornelia Weigand (Einzelkandidatin), Christoph Schmitt (Einzelkandidat) und Axel Ritter (Einzelkandidat). Sie hatten bis zuletzt für ihre Visionen von der Zukunft des durch die Flut vom Juli stark gebeutelten Ahrkreises geworben.

Viele Bürger hatte auch die Briefwahl genutzt

Anders als bei der jüngsten Bundestagswahl, bei der aufgrund der Flut teilweise auf einen durch das Ahrtal fahrenden Bus zur Stimmabgabe zurückgegriffen werden musste, konnten nun wieder flächendeckend Wahllokale eingerichtet werden. Diese befanden sich allerdings oftmals, wie im Bad Neuenahrer Kurpark, in Zelten. 

Viele Bürger hatten im Vorfeld die Möglichkeit für die Briefwahl genutzt. Aber auch im Laufe des Tages kamen noch viele in die Wahllokale. So dass beispielsweise die Wahlvorstände im Rathaus und im Kurpark in Bad Neuenahr wahlweise von einer „hohen Wahlbeteiligung“ oder einer „respektablen Wahlbeteiligung“ sprachen. Der Andrang war streckenweise überschaubar, verlief aber merklich in Wellen, wie aus Wahllokalen in Bad Neuenahr und Ahrweiler zu hören war. Am Mittag seien viele Wähler gekommen und am Nachmittag erneut. Viele verbanden den Sonntagsnachmittagsspaziergang mit dem Gang zur Urne, hieß es.

Auf die Frage, welche Erwartungen sie an den neuen Landrat habe, sagte eine Wählerin: Er oder sie solle Menschlichkeit beweisen, und es solle voran gehen beim Wiederaufbau nach der Flut. Ein Wähler wünschte sich einen Umschwung und mehr Tempo beim Wiederaufbau, ein anderer Schutz vor dem nächsten Hochwasser, das bestimmt komme, wieder ein anderer einen Verwaltungsexperten.

Am Eingang zum Kurpark bildete sich am Nachmittag zeitweise eine lange Schlange, was mit der 2G-Regelung für den Zugang zum Park zusammen hing. Für die Wahlbüros wurde davon freilich abgesehen.