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Dramatischer Rettungseinsatz: 25-Jähriger stürzt mit Auto bei Remagen in den Rhein

Dramatischer Rettungseinsatz : 25-Jähriger stürzt mit Auto bei Remagen in den Rhein

Ein 25-Jähriger ist am frühen Freitagmorgen mit seinem Auto in Remagen in den Rhein gestürzt. Vier Polizisten, mehrere Passanten und die Feuerwehr retteten den Mann mit vereinten Kräften.

Spektakulärer Einsatz von Polizei und Feuerwehr in Remagen: Dramatische Szenen haben sich am frühen Freitagmorgen am und im Rhein in Höhe der Fährgasse abgespielt. Um 2.10 Uhr meldeten Passanten ein im Wasser schwimmendes Fahrzeug, in dem sich vermutlich noch Personen befänden. Sofort wurden zwei Funkstreifen entsandt, Notarzt und Feuerwehr alarmiert.

Etwa 15 Meter vom Ufer entfernt, in mannshohem Wasser, war gerade noch das Dach eines VW-Golfs zu erkennen. Vier Polizeibeamte begaben sich unverzüglich in den Rettungseinsatz in den Rhein. Halb gehend, halb schwimmend gelangten sie zu dem Wagen, in dem sie eine heftig gestikulierende Person wahrnahmen. Mit einem Nothammer gelang es, eine Seitenscheibe einzuschlagen. Mit vereinten Kräften konnte ein junger Mann aus dem Fahrzeug geborgen und ans Ufer gebracht werden. Gleichzeitig wurde das sinkende und im Rhein abzutreiben drohende Fahrzeug auf weitere mögliche Insassen überprüft, ebenso der angrenzende Rhein sowie der Uferbereich. Kurz darauf aufatmen: Es ergeben sich keine Hinweise, dass weitere Personen in Gefahr oder sonst an dem Vorfall beteiligt sind.

Der Pkw-Insasse und mutmaßliche Fahrer, ein 25-jähriger Mann aus der Region, wurde mit erheblicher Unterkühlung, aber ansonsten nur geringfügigen Blessuren ins Remagener Krankenhaus eingeliefert und dort zunächst intensivmedizinisch betreut. Bei dem Rettungseinsatz haben sich drei der vier beteiligten Polizeibeamten Schnittwunden und Prellungen zugezogen. Der VW -Golf älteren Baujahres, wurde mit erheblichem Aufwand geborgen.

Zum eigentlichen Unfallablauf ist derzeit nach Mitteilung der Polizei noch nicht viel bekannt, da es keine unmittelbaren Hergangszeugen gibt und der 25-Jährige noch nicht im Detail befragt werden konnte. „Klar zu sein scheint, dass der VW-Golf die zum Rhein hin stark abschüssige Fährgasse befahren hat, die nahezu rechtwinklig auf die Rheinpromenade und den Rhein zuführt. An dieser Stelle ist das Sicherungsgeländer am Ufer durchbrochen. Danach ist der Pkw samt Insasse etwa 150 Meter im Rhein abgetrieben, ehe er auf Grund aufsetzte“, berichtete die Remagener Polizeiinspektion.

Insgesamt geht die Polizei von einem Unfallgeschehen aus, jedenfalls liegen bislang keine Anhaltspunkte dafür vor, dass der junge Mann absichtlich in den Rhein fahren wollte. Wie es dazu kam und warum er die Kontrolle über den Wagen verloren hat, ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Fazit der Remagener Beamten: „In jedem Fall hatte der 25-Jährige einen sehr aufmerksamen Schutzengel und ebenso couragierte und entschlossen handelnde Polizeibeamte zur Seite. Ob es dem jungen Mann aus eigener Kraft gelungen wäre, sich aus dem sinkenden und möglicherweise im Rhein abtreibenden Fahrzeug zu entkommen, darf als zumindest fraglich angesehen werden.“