Bürgermeister treffen sich mit Zweckverband Das Abwasser soll besser fließen

REMAGEN/BAD BREISIG · Eine marode Pumpstation soll nun erneuert werden - Sanierung beginnt voraussichtlich im Herbst.

 Ortstermin der Bürgermeister an der Pumpstation des Abwasserzweckverbandes an der Gerald-Carll-Straße in Remagen.

Ortstermin der Bürgermeister an der Pumpstation des Abwasserzweckverbandes an der Gerald-Carll-Straße in Remagen.

Foto: Martin Gausmann

Die Stadt Remagen als Mitglied des Abwasserzweckverbandes Untere Ahr (AZV) entsorgt über eine unterirdische Pumpstation in der Gerard-Carll-Straße die anfallenden Abwässer der nördlichen Stadtteile und der Rheinpromenade. Da der Beton an dieser Pumpstation infolge der Gaseinwirkung des Abwassers marode geworden ist, ist die Anlage sanierungsbedürftig.

Die notwendigen Sanierungsarbeiten können jedoch bei laufendem Abwasserzufluss nicht durchgeführt werden. Durch die Verlängerung der Druckleitung, die von einer weiteren Pumpstation im Bereich Unkelstein in die Gerard-Carll-Straße einmündet, wurden nun in einer circa vierwöchigen Bauphase die notwendigen Voraussetzungen für die Erneuerung der Pumpstation geschaffen.

Bürgermeister Herbert Georgi sowie der AZV-Verbandsvorsteher, Sinzigs Bürgermeister Wolfgang Kroeger, informierten sich bei einer Ortsbesichtigung über den Fortgang des Projektes, das mit Baukosten von rund 200.000 Euro veranschlagt ist.

AZV-Werkleiter Christian Meyer berichtete von einem bislang reibungslosen Verlauf der Baumaßnahme, die durch aufwendige Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes im Vorfeld mehrere Male verzögert worden war. "Wir schaffen mit der Erweiterung der Druckleitung vom Unkelstein aus sozusagen eine 180 Meter lange Bypass-Lösung.

Durch diese Neuverlegung wird die Pumpstation hier in der Gerard-Carll-Straße entlastet und so können die erforderlichen Unterhaltungsarbeiten erfolgen", erklärte Meyer. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten an der Pumpstation werden voraussichtlich im Herbst beginnen.

Im Herbst vergangenen Jahres hat die Stadt Bad Breisig zudem mit einer Straßenbaumaßnahme in der Bachstraße begonnen. Im Zuge der Ausbauplanung wurde auch der Kanal untersucht und Erneuerungsbedarf festgestellt.

Es handelt sich dabei um den vom AZV betriebenen alten Bachkanal, den der Entsorgungs- und Servicebetrieb Bad Breisig/Brohltal (EBB) zum Transport des Abwassers von Bad Breisig zur Kläranlage in Sinzig nutzt.

Bei einem Ortstermins informierten Christian Meyer sowie EBB-Werkleiter Rolf Flerus Bad Breisigs Verbandsgemeindebürgermeister Bernd Weidenbach, Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch sowie Kroeger über den Fortgang der Kanalarbeiten.

Dabei berichtete Meyer von besonderen Herausforderungen: "Sehr aufwendig war die Durchpressung unter der linksrheinischen Eisenbahntrasse hindurch. Die Sicherheitsanforderungen waren hier besonders hoch, da es durch die Arbeiten nicht zu einer Verschiebung des Gleisbett-Niveaus kommen durfte." Mit einigen unvermeidlichen Unterbrechungen des Bahnverkehrs seien die Arbeiten jedoch ohne Komplikationen verlaufen.

Mit der Fertigstellung der Kanalerneuerung wird Ende Mai gerechnet, wobei das Ende der gesamten Baumaßnahme in der Bachstraße nach Information der Stadt Bad Breisig für Ende August terminiert ist. Da der EBB diesen Kanal als Ortsentwässerung nutzt, ist eine 50-prozentige Beteiligung an den Kosten der Baumaßnahme gegeben, die sich auf rund eine halbe Million Euro belaufen.