Ahrweiler Akademie Empfang zum Geburtstag der Akademie im Arp-Museum

ROLANDSECK · Das Arp-Museum Bahnhof Rolandseck stand gestern einen Nachmittag lang im Zeichen des Bevölkerungsschutzes. Mit einem Festakt wurde Motto "60 Jahre Ausbildung im Bevölkerungsschutz in Deutschland" das Diamantjubiläum der Akademie für Krisenmanagement, Notfallvorsorge und Zivilschutz (AKNZ) im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gefeiert. Hervorgehoben wurde die Bedeutung der Ahrweiler Akademie.

Denn die AKNZ ist die einzige Bildungseinrichtung des Bevölkerungsschutzes auf Bundesebene, die sowohl im operativen als auch im administrativen Bereich alle Aufgaben der zivilen Sicherheitsvorsorge abdeckt. Dabei stand die Feierstunde noch ganz unter dem Eindruck der Hochwasserkatastrophe, die "uns seit zwei Wochen in Atem hält", wie BBK-Präsident Christoph Unger sagte.

Wie wichtig und wirkungsvoll die Arbeit der AKNZ ist, die seit sechs Jahrzehnten unter einsatznahen Bedingungen die künftigen Fach- und Führungskräfte im Bevölkerungsschutz ausbildet, ging aus einem Brief von einem Lehrgangsteilnehmer hervor, der den Präsident vor einigen Tagen erreicht hat. "Wir hätten uns nicht träumen lassen, dass das, was wir in Ahrweiler gelernt haben, so schnell zur Anwendung kommen würde", zitierte Unger aus dem Schreiben, das als Beleg dafür dient, dass sich die Ausbildung "Made by AKNZ" sich ebenso nationaler wie internationaler Anerkennung erfreut.

"Die Landesregierung fühlt sich sehr verbunden mit der AKNZ", betonte die zuständige Innenstaatssekretärin Heike Raab. Auch sei es eine kluge Entscheidung des Bundes gewesen, erhebliche Investitionen in die Einrichtung zu tätigen. Das unterstreiche den Stellenwert der Ausbildung im Bereich der Gefahrenabwehr. In seiner Festansprache blickte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Ole Schröder, auf 60 Jahre AKNZ zurück. In dieser Zeit habe die Schule mit ihrer Ausbildung Maßstäbe in Deutschland gesetzt. Insgesamt seien eine halbe Million Menschen nach Ahrweiler gekommen, um von der Einrichtung zu profitieren. "Viele von ihnen waren selbst daran beteiligt, dass bei der aktuellen Hochwasserkatastrophe der Einsatz von über 100 000 Kräften vor Ort koordiniert wurde und diese fachlich versiert und motiviert haben helfen können", schlug Schröder den Bogen in die Gegenwart.

Dem Thema Kommunikation im Umgang mit Katstrophen widmete sich der stellvertretende Chefredakteur des ZDF, Elmar Theveßen. Der Terrorismusexperte nahm gemeinsam mit Christoph Unger, dem AKNZ-Chef Thomas Mitschke, Professor Roland Goertz und Michael Bruch zudem am Podium Platz, das sich dem Thema "Bevölkerungsschutz 2025: Aufgaben und Herausforderungen" widmete.

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