135 Puppen erinnern an Opfer der Ahr-Flut Hinterbliebene fordern Entlassung von Justizminister Mertin

Update | Ahrtal · Am Samstag waren 135 Puppen, die die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal repräsentieren sollen, auf dem Rhein zwischen Remagen und Mainz unterwegs. In der Landeshauptstadt forderte das Ehepaar Orth die Entlassung des rheinland-pfälzischen Justizministers Mertin.

 Große Puppen, die symbolisch an die  Todesopfer der fast drei Jahre zurückliegenden Flutkatastrophe im Sommer 2021  an der Ahr erinnern sollen, sind bei einer Aktion des Installationskünstlers Meseg an Deck eines Schiffes aufgestellt.

Große Puppen, die symbolisch an die Todesopfer der fast drei Jahre zurückliegenden Flutkatastrophe im Sommer 2021 an der Ahr erinnern sollen, sind bei einer Aktion des Installationskünstlers Meseg an Deck eines Schiffes aufgestellt.

Foto: AHR-FOTO

Mit einer besonderen Bootsfahrt erinnerten am Samstag Hinterbliebene an die 135 Opfer der tödlichen Flutkatastrophe im Ahrtal. Auf dem Personenschiff „Willy Schneider“ fuhren 135 Skulpturen des Bildhauers und Aktionskünstlers Dennis Meseg mit, die als „Stumme Zeugen“ Symbol für die zu Tode gekommenen Menschen in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 stehen. Das Boot startete an der Remagener Rheinpromenade, zwölf Stunden später endete die Fahrt am Mainzer Fischtor, wo das Schiff von einer kleinen Schar Sympathisanten empfangen wurde. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt übergaben Ralph und Inka Orth, die ihre Tochter Johanna in der Flutnacht verloren hatten, einen Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Darin fordert Rechtsanwalt Christian Hecken in ihrem Namen die Entlassung des rheinland-pfälzischen Justizministers Herbert Mertin (FDP).