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Forschung in Remagen: Fundgrube für junge Wissenschaftler

Forschung in Remagen : Fundgrube für junge Wissenschaftler

Die Apollinariskirche steht im Mittelpunkt zweier Masterarbeiten der Kunstgeschichte.

Stets ist die Apollinariskirche ein Anziehungspunkt für Pilger und Kulturinteressierte. Auch junge Studenten der Kunstgeschichte wenden sich mit wissenschaftlicher Neugier dem Kleinod sakraler Kunst zu. Charis Hahne, geboren in Düsseldorf, später in Ahrweiler lebend und heute in Bonn, hat im Sommer ihre mit der Note 1,0 bewertete Kunstgeschichte-Masterarbeit an der Bonner Universität vorgelegt.

Unter dem Titel „Stil als Bedeutungsträger – Die Ausmalung der St. Apollinariskirche zu Remagen im Kontext ihrer Zeit“ beleuchtet Hahne Aspekte der Komposition, Malweise, Figuren und Naturdarstellung. Sie analysiert zudem die Vorbilder in der italienischen Renaissance und verortet die in Remagen tätigen Künstler innerhalb der Düsseldorfer Malerschule und der „Nazarener“.

Gegen Ende Jahres will Martin Krämer aus Bornheim, Student der Kunstgeschichte in Düsseldorf, seine Masterarbeit „Die Apollinariskirche in Remagen. Wahrzeichen der Romantik am unteren Mittelrhein“ abschließen. Neben der Architektur steht in seiner Untersuchung die Einbettung des Gesamtwerkes in die Romantik im Zentrum.

Pater Bartholomé von der Klostergemeinschaft und Erhard Wacker, Vorstandsmitglied des Fördervereins, freuen sich über dieses Interesse. Wacker kann sich gut vorstellen, dass der Apollinarisberg mit Kirche, Kloster und die umgebende Klosterlandschaft auch reizvolle Themen für eine Examens- oder Seminararbeit in anderen Fachbereichen ein Thema hergeben würde. Studierende der Historischen Geografie könnten sich mit der Vermessung des Klostergutes aus dem Jahr 1760 und ihrer Aussagekraft auseinandersetzen.

„Die Fürstenbergsche Bibliothek wäre ein Untersuchungsgegenstand, ebenso viele unbearbeitete Texte aus der Klostergeschichte im Landeshauptarchiv in Koblenz“, ist Wacker überzeugt, der selbst schon ausgewählte Aspekte von Kirche und Wallfahrt untersucht und veröffentlicht hat. Aber auch den Kunsthistorikern dürfte die Arbeit nicht ausgehen: „Bisher hat sich etwa noch niemand mit den Skulpturen in und an der Apollinariskirche beschäftigt.“