Musik in Remagen Hightlights der Konzerte an der Kulturwerkstatt in Remagen

REMAGEN · „Extremely Normal“ und „Metropolitans“ gaben an der Kulturwerkstatt ein Open-Air-Konzert.

 Die "Metropolitans" bei ihrem Auftritt in der Kulturwerkstatt.

Die "Metropolitans" bei ihrem Auftritt in der Kulturwerkstatt.

Foto: Martin Gausmann

Nicht nur die Sonne strahlte beim Open-Air-Konzert, das die Remagener Kulturwerkstatt am Samstagabend auf die Beine gestellt hatte. Der Auftritt der Bands „Extremely Normal“ und „Metropolitans“ hinterließ bei Veranstaltern, Besuchern und den Musikern selbst ausnahmslos strahlende Gesichter. Denn das Doppelkonzert auf der Freilichtbühne hinter der Kulturwerkstatt bot rund drei Stunden Livemusik in seiner besten Form und bescherte den Organisatoren nach oft enttäuschender Resonanz mal wieder ein volles Haus.

„Rock & Pop meets Rythm & Blues“ lautete das Motto des Abends. Zu recht, denn die beiden Bands gaben in jeder Beziehung Vollgas und feierten mit den rund 100 Besuchern eine gelungene Party. Mit „poppigem Rock und rockigem Pop“ hatte „Extremely Normal“ einen gehörigen Anteil daran. Das Quartett ist bereits vor sieben Jahren in der Kulturwerkstatt aufgetreten. Damals war es das Abschiedskonzert von Sängerin Petra Wirges, die auf der Bühne das Mikrofon ihrer Nachfolgerin Dolores Hidalgo übergab.

Eine neue Sängerin

Mit Miriam Betz stellte die Band auch diesmal eine neue Sängerin vor. Es ist vor allem die glasklare Stimme, die den beachtlichen Klangteppich, den Bandleader und Schlagzeuger Christian Ehmer, Bassist Stefan Bergander und Keyboarder Bastian Müller ausrollen, geradezu veredelt. Mit dem Gute-Laune-Drops „Can you remember“ oder dem Klassiker „Work“ spielten „Extremely Normal“ ältere Stücke ihrer CD „Between nine and twelve“. Mit treibendem Rhythmus und melodiösem Keyboardspiel ging sie ebenso ins Blut wie spätere Songs der Marke „Can raise“ oder „Can't you see“. Mit dem rockigen „Living alone“ und dem nur mit dem Klavier vorgetragenen „Into this place“ bewies die Band, dass sie die rauere Gangart genauso beherrschen wie die leisen Töne.

Alles andere als leise ging es anschließend bei den „Metropolitans“ zu. Die Band um Saxofonist Kiki Schumacher verspricht „finest Rythm'n'Blues“. Und genau das boten Schumacher, Fred Prünte (Keyboard), Tommy Uelzen (Bass), Peter Piotrowski (Gitarre), Linda Meißner (Gesang) und Christian Ehmer (Schlagzeug). Letzterer hatte zuvor noch mit seiner eigenen Band „Extremely Normal“ auf der Bühne gestanden und war nun für Martin Wieschermann eingesprungen, dem die „Metropolitans“ die Anreise aus Süddeutschland ersparen wollten. Trotz des Wechsels bot die Band eine kompakte Sound-Einheit, die mit stampfenden Rhythmen, groovigen Gitarrenklängen und dem treibenden Saxofon des Bandleaders zuverlässig in die Beine geht.

Explosive Mixtur

Als ausgezeichnete Liveband bekannt, boten die „Metropolitans“ eine explosive Mixtur aus Blues, Soul, Rock, Jazz, Jump und Jive. Dabei zählten bekannte Songs wie „Spooky“ von Dusty Springfield, „Piece of my heart“ von Janis Joplin oder Dennis Edwards' „Don't Look Any Further“ ebenso zum Repertoire wie eher unbekannte Titel wie beispielsweise „Rip the Sack“ von Beverly Jo Scott. Hatte Kiki Schumacher zunächst bewiesen, dass er nicht nur ein virtuoser Saxofonist ist, sondern auch seine Stimmbänder einzusetzen weiß, holte er zum dritten Song Tochter Linda auf die Bühne.

Die so zum Sextett erweiterte Formation brannte ein musikalisches Feuerwerk ab, wie es in der Region eher selten zu erleben ist und vom Publikum zu recht gefeiert wurde.

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