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Zu Gast in Remagen: Ministerin Irene Alt besucht Moscheeverein

Zu Gast in Remagen : Ministerin Irene Alt besucht Moscheeverein

Der Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung lud zum Gespräch: Thema des Treffens war die Fortsetzung des Integrationsprojektes.

Trotz Schneegestöbers traf die Ministerin mit nur wenigen Minuten Verspätung ein. Eingeladen hatte der Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung zu einem Arbeitstreffen mit der Rheinland-Pfälzer Integrationsministerin Irene Alt. Thema des Treffens war einerseits die Fortsetzung des Integrationsprojektes, das der Remagener Arbeitskreis für entwicklungspolitische Bildung (AeB) seit vier Jahren sowohl mit Unterstützung des Bundesprogramms „Demokratie leben“ wie auch seit 2013 mit finanzieller Hilfe des Mainzer Integrationsministeriums durchführt.

In den Räumen des Remagener Moscheevereins berichteten für den AeB Frank Bliss und Ali Tzinali von den laufenden Aktivitäten des Vereins, der die schulische Nachhilfe für Migrantenkinder, die Betreuung von Flüchtlingskindern, aber auch Sport- und Spielangebote für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund sowie Bildungsveranstaltungen umfasst. 2015 gab es zudem auch eine gemeinsame Bootsfahrt mit Flüchtlingen auf dem Rhein, ein Spielprogramm für Kinder in den Sommerferien oder die Herstellung von Seife im Rahmen des Mädchenprogramms im Remagener Jugendbahnhof.

Ministerin Irene Alt konnte ihrerseits dem Verein die gute Nachricht überbringen, dass sich das Land auch 2016 an den Kosten der Schülerbetreuung mit 2600 Euro beteiligen werde. Im Gespräch, an dem auch der Hodscha der Remagener Moschee, Mewlud Kainak, Klaus Neufang von der ökumenischen Flüchtlingshilfe und weitere Mitwirkende des Projektes teilnahmen, ging Irene Alt auf die aktuelle Flüchtlingspolitik des Landes ein. So habe man 2015 die Erstaufnahmekapazitäten für Flüchtlinge in Rheinland-Pfalz deutlich ausgebaut von knapp 2000 auf heute rund 13000 Plätze in 26 Einrichtungen. Dies habe zur Folge, dass heute auch die Verteilung von Flüchtlingen auf die Gemeinden deutlich reduziert und vor allem verlangsamt werden konnte.