Beschluss in Remagen Stadtrat bewilligt Millionen für Freibad-Sanierung

Remagen · Satte 18,1 Millionen Euro soll das modernisierte Freizeitbad in Remagen kosten. So teilt sich die Summe auf – und das gibt es als Fördermittel vom Bund.

Im Freibad ist bereits ordentlich Betrieb. Nun bewilligte der Remagener Rat die Finanzmittel für die geplante Sanierung.

Im Freibad ist bereits ordentlich Betrieb. Nun bewilligte der Remagener Rat die Finanzmittel für die geplante Sanierung.

Foto: AHR-FOTO

Sechs Millionen Euro hat der Bund der Stadt Remagen für die Modernisierung und Sanierung des am Rhein gelegenen Freizeitbades in Aussicht gestellt (der GA berichtete). In der jüngsten Sitzung des Stadtrates löste diese Nachricht Erleichterung aus. Schließlich sollen Investitionen von mehr als 18 Millionen Euro getätigt werden, um das Freizeitbad der Römerstadt fit für die Zukunft und kommende Badegast-Generationen zu machen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte die Finanzspritze für Remagen im März im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beschlossen. Das Förderprogramm hatte einst 400 Millionen Euro umfasst. Im Rahmen der Ampel-Sparbemühungen war es auf ein Fördervolumen von 200 Millionen zusammengekürzt worden. Der Förderzeitraum erstreckt sich grundsätzlich auf die Jahre 2024 bis 2029. Bei den vom Bauausschuss des Bundes bewilligten sechs Millionen Euro handelt es sich um eine Festbetragsfinanzierung.

Finanziell ein dicker Brocken

Im Haushalt der Stadt Remagen sind die Gesamtsanierungskosten in Höhe von 18,1 Millionen Euro aufgeführt, um den erforderlichen Eigenanteil für den Ersatzneubau des Bades bei Bedarf jederzeit bedienen zu können. Zieht man die Zuschüsse des Bundes ab, so verbleiben nach derzeitigem Stand für die Stadt Investitionskosten von rund zwölf Millionen Euro – ein dicker Brocken für die 18.500 Einwohner zählende Stadt. Um die Dimension der finanziellen Belastungen zu verdeutlichen: 18 Millionen Euro Gesamtkosten für den Neubau des Bades dürften bei einem Etat, der im Ergebnishaushalt an Aufwendungen und Erträgen jeweils rund 43 Millionen Euro ausmacht, stark ins Gewicht fallen. Entsprechend wird es Auswirkungen auf die Verschuldung Remagens geben, da der hohe Eigenanteil kreditiert werden muss.

Für das laufende Haushaltsjahr 2024 sind für das zwischen Hochschule und Rheinhalle gelegene Freizeitbad Planungskosten von 100.000 Euro vorgesehen. In den Jahren 2025 bis 2027 sind folgende Baukosten geplant: Vier Millionen Euro fallen 2025 an, im Folgejahr 2026 sind es zehn Millionen Euro, weitere vier Millionen sollen nach derzeitigem Plan dann im Jahr 2027 verausgabt werden. Im Stadtrat gab man nun ohne Gegenstimmen grünes Licht für das Vorhaben und stimmte der Beantragung und Durchführung der Sanierung und des Ersatzneubaus des Freizeitbades Remagen zu. Des Weiteren stellte der Stadtrat die erforderlichen Haushaltsmittel für die nächsten Jahre zur Verfügung.

Wann können Badegäste kommen?

Bis sich die Badefreunde aus der Region im sanierten und modernisierten Schwimmbad treffen und erfrischen können, wird jedoch noch reichlich Wasser den Rhein hinabfließen. Es gilt, in das offizielle Antragsverfahren einzusteigen, europaweite Ausschreibungen vorzunehmen, Detailplanungen zu erarbeiten, Angebote zu sichten und zu bewerten, ehe die eigentlichen Arbeiten durchgeführt werden. Remagens Bürgermeister Björn Ingendahl: „Wir rechnen damit, dass das Bad im Jahre 2027 fertig sein dürfte.“

Seit den 70er Jahren gibt es in Remagen das Freibad, das insbesondere wegen seiner großen Wasserflächen und einer vorhandenen langen Rutschbahn in den Sommermonaten zu den gut besuchten Bädern in der Region zählt. Es gibt ein 50 Meter-Becken mit sechs Bahnen, ein Springerbecken mit einer Sprunganlage, ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und ein Planschbecken. In den vergangenen Jahren war es allerdings vermehrt zu Schäden und Reparaturanfälligkeiten gekommen. So hatte es Rohrbrüche oder auch Defekte an Schiebern gegeben. Ingendahl: „Daher ist eine umfangreiche Sanierung der Becken und in der Folge auch der Anlagentechnik erforderlich. Gleiches betrifft die vorhandenen sanitären Räumlichkeiten, die Umkleiden und den gesamten Eingangsbereich.“ In ersten Planungen ist an den Einbau von Edelstahlbecken gedacht. Ob es – nicht zuletzt aus energetischen Gründen - zu einer Veränderung der Wasserfläche und der Wassertiefen kommt, bleibt abzuwarten.

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