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Bildungseinrichtung mit Potenzial: Rhein-Ahr-Campus feiert 20-jähriges Bestehen

Bildungseinrichtung mit Potenzial : Rhein-Ahr-Campus feiert 20-jähriges Bestehen

Alles begann im Wintersemester 1998/99 mit 119 Studenten. Heute unterrichten am Rhein-Ahr-Campust 49 Professoren und Dozenten 2900 junge Leute. Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür begeht er am Freitag, 28. September, sein 20-jähriges Bestehen.

Zuletzt sprang Remagen auf den Bewerberzug der Städte auf und machte doch das Rennen als Standort für den Rhein-Ahr-Campus. Im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs sollte zur Förderung der Wissenschaft ein völlig neuer Hochschulstandort in der Region entstehen – als dritter Standort der Hochschule Koblenz. Inzwischen ist der Campus nicht mehr wegzudenken aus der Region. Mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür begeht er am Freitag, 28. September, sein 20-jähriges Bestehen.

Seit sich im Wintersemester 1998/99 die ersten 119 Studierenden einschrieben, hat sich am Rhein-Ahr-Campus der Hochschule Koblenz viel getan. Aber schon zu Beginn „wollten wir nicht nur eine neue Hochschule gründen, sondern etwas Besonderes anbieten“, sagte Sozialwissenschaftler Professor Stefan Sell, der seit 1999 Hochschullehrer in Remagen ist, kürzlich im WDR 5- Tischgespräch. Spannend fand er es bei der Neugründung, mit Leuten, „die hochinnovativ und neugierig und flexibel und locker sind, neue Studiengänge zu entwickeln“, wie Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Logistik und E-Business sowie Sportmanagement. 2005 war er auch beteiligt am Aufbau eines berufsbegleitenden Fernstudiengangs zur Teilakademisierung von Kita-Leitungspersonal.

Statt angestrebter 1000 Studenten zählt der Remagener Standort heute sogar 2900. Professor Rüdiger H. Jung war der erste Professor dort. Seitdem wurde das Studienangebot stetig erweitert und an die Arbeitsmarkt-Anforderungen angepasst. Heute können Studenten zwischen zwölf Bachelor- und sechs Masterstudiengängen in zwei Fachbereichen wählen: Mathematik und Technik, Dekan Professor Markus Neuhäuser, sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Dekan Professor Dirk Mazurkiewicz. Die interdisziplinären Studiengänge vermitteln über die wirtschaftlichen, mathematischen oder technischen Grundlagen hinaus durch ihre innovative Spezialisierung ein breites Berufsspektrum.

Der Rhein-Ahr-Campus ist stolz auf zukunftsweisende Studiengänge, auf seine Praxisnähe und Forschungsstärke, eine hervorragende Ausstattung sowie internationale Ausrichtung. Studierende, aber auch die Wirtschaft schätzen die Bildungs- und Wissenschaftseinrichtung. Erst im März lobte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf anlässlich der Einweihung des neuen Anwendungszentrums für Maschinelles lernen und Sensortechnologie (AMLS): „Der Campus hat sich toll entwickelt“ und nannte ihn „einen Motor für die zukunftsorientierte Gesellschaft“. Praktiziert wird eine angewandte progressive Forschung in zwei großen Schwerpunkten.

2000 Quadratmeter „Innovationsflächen“ bieten Raum für Forschungsprojekte mit regionalen und überregionalen Unternehmen bis hin zu internationalen Kooperationen und öffentlich geförderter High-Tech-Forschung.

Wissenschaftler des Campus machen oft mit ihren Forschungsergebnissen von sich reden und sind nachgefragte Interviewpartner in Funk und Fernsehen. Die Studierenden – seit 1998 haben sich rund 15.000 Studenten und Studentinnen eingeschrieben – werden aktuell von 49 Professorinnen und Professoren und zahlreichen Dozenten betreut. 176 Menschen arbeiten heute insgesamt am modernen Hochschulstandort Rhein-Ahr-Campus, der in der Region fest verankert ist.