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Remagener Kunstsalon: Signale gegen Rechts

Remagener Kunstsalon : Signale gegen Rechts

Kaum eine Stadt in der Region dürfte eine so hohe Galeriendichte auf engstem Raum vorweisen wie Remagen. Rund um das alte Rathaus sind sie angesiedelt und präsentieren einem zumeist sehr fachkundigen Publikum Skulpturen, Collagen, Malereien und Installationen.

"Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es für mich behalten", meinte Picasso einst. Was zumindest Kunst sein kann, zeigten 60 Maler, Grafiker, Zeichner, Fotografen oder Bildhauer über das Wochenende in gleich zwölf Remagener Galerien. Die Römerstadt hat ihren ausgezeichneten Ruf als Kunststadt am Rhein somit einmal mehr unter Beweis gestellt. Nahezu 1000 Kunstfreunde aus der gesamten Region kamen, um den "6. Kunstsalon im historischen Dreieck" der Stadt am Rhein zu besuchen.

Kaum eine Stadt in der Region dürfte eine so hohe Galeriendichte auf engstem Raum vorweisen wie Remagen. Rund um das alte Rathaus sind sie angesiedelt und präsentieren einem zumeist sehr fachkundigen Publikum Skulpturen, Collagen, Malereien und Installationen.

"Alles außer Braun" hieß es in der Villa Heros, in der das Künstlerforum Remagen nicht das Weglassen der Farbe Braun auf den Paletten der Künstler meinte, sondern ein künstlerisches Statement für Demokratie und Freiheit setzte. "Bei Braun sehe ich Rot", lautete das Credo der Aussteller, die neben der Bildserie "Springerstiefel" auch Videoinstallationen, Fotografien und Lichtobjekte zeigten. Das Europäische Kulturzentrum von Galeristin Rosemarie Bassi, der Kunstraum Mitte, Artspace K2, M.A.SH, das Künstlerforum, RheinArt, die Hand-in-Hand-Galerie boten neben weiteren Ateliers und Kunstgemeinschaften Foren und Plattformen für die 60 aus dem Umland angereisten Künstler.

Mit unter den Ausstellern war auch das Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Ein Shuttlebus pendelte zwischen Innenstadt und Museum. Außerdem boten Vertreter des Museums in der Kunstwerkstatt am Rathaus Workshops für Familien an und weckten so lebhaftes Interesse an Kunst und deren Gestaltung. Einen Überblick verschafften sich bereits am Freitag Landtagsabgeordneter Guido Ernst, Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch sowie Vertreter der Remagener Ratsfraktionen.

Hochzufrieden war gestern Abend Remagens Wirtschaftsförderer Marc Bors. Der "Kunstsalon" hatte einmal mehr die Publikums-Erwartungen erfüllt. "Alle Kunstgattungen sind gut, mit Ausnahme der Langweiligen", heißt es. Letztere waren in Remagen nicht zu sehen. Deshalb war der Kunstsalon auch in seiner sechsten Auflage ein so großer Erfolg für alle Beteiligten.