Bilanz der Polizei Remagen Umfangreiche Kontrollen - 18 Autofahrer unter Drogen

REMAGEN · Bei fast jedem dritten kontrollierten Fahrzeug stand der Fahrer unter Einfluss von Rauschmitteln. Dies ist das erschreckende Ergebnis einer umfangreichen Kontrollaktion der Remagener Polizei zwischen Weihnachten und Neujahr.

 Die Polizei ging mit "kriminalistischem Spürsinn" vor.

Die Polizei ging mit "kriminalistischem Spürsinn" vor.

Foto: dpa

In den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester führten die Remagener Beamten Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt "Drogen im Straßenverkehr" durch. Anlass war neben der grundsätzlichen Problematik ein Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang in hiesigem Dienstgebiet, bei dem ein Unfallbeteiligter unter dem Einfluss berauschender Mittel stand.

In den mobilen Verkehrskontrollen zu unterschiedlichen Uhrzeiten wurden hierbei Autofahrer auf ihre Fahrtüchtigkeit hin überprüft. Dabei kontrollierten die Polizisten "selektiv mit kriminalistischem Spürsinn entsprechende Fahrzeuge und deren Insassen", teilte die Remagener Inspektion wörtlich mit.

Insgesamt 18 "Drogenfahrten" stellten die Beamten im Verlauf der Woche fest. Zudem hatten in vier Fällen die kontrollierten Fahrer überhaupt keinen Führerschein. 23 Strafverfahren gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie sechs sonstige Strafverfahren eröffnete das Kontrollteam zusätzlich. "Bei fast jedem dritten kontrollierten Fahrzeug, stand der Fahrer unter dem Einfluss berauschender Mittel", bilanzierten die Polizisten der Remagener Wache.

Die getroffenen Maßnahmen zeigten erneut, dass sich die Polizei weiterhin dieser Problematik widmen müsse, hieß es weiter. Trotz umfangreicher Präventionsarbeit und hoher Kontrolldichte gebe es immer noch eine hohe Anzahl Unbelehrbarer, die den Konsum von Betäubungsmitteln und die Teilnahme am Straßenverkehr nicht trennen könnten.

Die Konsequenzen für denjenigen, der unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln ein Fahrzeug führt, sind empfindlich. Ein Bußgeld von mindestens 500 Euro sowie ein Monat Fahrverbot wird fällig, wenn jemand unter dem Einfluss von Drogen im Straßenverkehr unterwegs ist. Daneben wird die Führerscheinstelle informiert. Oft hat dies zur Folge, dass die Fahrerlaubnis des Betroffenen auf Grund seiner Ungeeignetheit zum Führen eines Fahrzeuges über den Verwaltungsweg entzogen wird.

Medizinisch-psychologische Untersuchungen (MPU), Drogenscreenings und weitere Unannehmlichkeiten kommen dann auf den Fahrer zu, wenn er seinen Führerschein zurückbekommen will. Oftmals dauert es Jahre, bis man wieder im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

"Schwerwiegender dürften jedoch die Selbstvorwürfe sein, mit denen man leben muss, wenn durch sein Fehlverhalten ein anderer Mensch zu Schaden oder gar ums Leben gekommen ist", erklärte die Polizei gestern.

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