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Belegschaft will mehr Lohn: Warnstreik beim Remagener Automobilzulieferer Integral Accumulator

Belegschaft will mehr Lohn : Warnstreik beim Remagener Automobilzulieferer Integral Accumulator

Die Friedenspflicht ist abgelaufen, nun wollen die 350 Mitarbeiter des zur Freudenberggruppe gehörenden Remagener Automobilzulieferers "Integral Accumulator" ernst machen. Sie fordern 5,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeberseite will jedoch lediglich 2,3 Prozent Lohnerhöhung anbieten.

Das auf Druckspeicher und Ventilherstellung spezialisierte Unternehmen an der Sinziger Straße wurde dementsprechend gestern zumindest für eine Stunde bestreikt. Dies mit Unterstützung der IG Metall. Mit Fahnen und Trillerpfeifen sowie einer Kundgebung verliehen die Arbeitnehmer ihrer Forderung Nachdruck. "Es ist wichtig, zu kämpfen. Unsere Forderung ist berechtigt. Weitere Warnstreiks werden folgen", erklärte gestern ein Sprecher der IG Metall.

Besonders im Fokus der Arbeitnehmer: die Inflationsrate und der als Grundlage für statistische Erhebungen zusammengestellte Warenkorb. Beide Komponenten seien "manipuliert", würden "schön gerechnet" und seien "willkürlich zusammengesetzt". "Das ist Geschmackssache", meinte ein Arbeitnehmervertreter. Inflationsrate und Warenkorb seien jedoch in den Tarifauseinandersetzungen wichtige Kriterien.

Vor dem Hintergrund, dass das Freudenberg-Unternehmen nach eigenen Angaben von einem "Rekordjahr" spreche und erhebliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen erzielt habe, sei es völlig opportun, die Arbeitnehmerschaft nun am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen.