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Kriminalstatistik der Remagener Polizei: Wohnungseinbrüche nehmen enorm zu

Kriminalstatistik der Remagener Polizei : Wohnungseinbrüche nehmen enorm zu

Bei der Analyse der Kriminalstatistik 2013 konnte die Polizeiinspektion Remagen einen weiteren deutlichen Rückgang der Fallzahlen konstatieren. Die Gesamtkriminalität sank von 4957 Straftaten in 2012 auf 4621 Fälle. Die Aufklärungsquote blieb mit 62,3 Prozent weitgehend konstant und lag damit deutlich über dem Landesschnitt.

Der Rückgang von Straftaten zeichnet sich unter anderem im Bereich der Gewaltkriminalität ab. So sank die Zahl der Körperverletzungen von 475 auf 388 Fälle. Auch bei den Körperverletzungen im häuslichen Umfeld, sprich Gewalt in engen sozialen Beziehungen, sanken die Zahlen von 107 auf 95 Fälle. Besonders erfreulich ist für die Beamten in diesem Zusammenhang die Entwicklung bei den jugendlichen und heranwachsenden Tätern.

So fiel ihr Anteil an den Gewalttätern in den vergangenen Jahren von 107 (2011) über 80 (2012) auf 68 (2013) sehr deutlich. Die Polizei führt diese Entwicklung in erster Linie auf ihre Präventionsmaßnahmen im Bereich der Jugendkriminalität und die verstärkte Präsenz bei öffentlichen Veranstaltungen zurück.

Positiv ist auch die Entwicklung bei der Eigentumskriminalität. Dort ist nochmals ein Rückgang der Fallzahlen von 1397 auf 1198 Straftaten festzustellen. Allerdings stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche deutlich an. Waren 2012 noch 152 Einbrüche zu verzeichnen, wurden im vergangenen Jahr 216 Fälle registriert. Die Aufklärung dieser Einbrüche gestaltet sich besonders schwierig, weil sie regelmäßig von überörtlich agierenden Straftätern begangen werden. Im Winterhalbjahr wurde zur Bekämpfung dieser Delikte eigens eine Arbeitsgruppe bei der Kriminalinspektion Mayen eingerichtet. Die Aufklärungsquote liegt in diesem Deliktsbereich nur bei 19 Prozent.

Leicht angestiegen sind die Betrugsdelikte, wobei dem Internet als Tatmittel eine immer größere Bedeutung zukommt. 1239 (2012: 1171) Betrugsstraftaten wurden registriert. Nach der Stagnation in den Vorjahren stieg auch die Zahl der Drogendelikte von 322 auf 385 Fälle. In diesem Deliktsfeld geht die Polizei jedoch naturgemäß von einer enormen Dunkelziffer aus.

Insgesamt konnte die Polizei im vergangenen Jahr 2247 Tatverdächtige ermitteln, wobei die männlichen Täter (1737) mit 77,3 Prozent deutlich überrepräsentiert waren. Der Anteil ausländischer Straftäter lag bei 19,8 Prozent. Eine positive Entwicklung ist auf dem Gebiet der Jugendstraffälligkeit zu vermelden. Die Zahl der von der Polizei ermittelten Täter unter 21 Jahren sank von 357 auf 319 Straftäter.