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Schüler im Flutgebiet: Schülertransporte sollen kürzer werden

Schüler im Flutgebiet : Schülertransporte sollen kürzer werden

Die Schüler vom Are-Gymnasium und der Levana-Schule werden seit der Flut in anderen Schulen unterrichtet. Die Fahrten dorthin dauern teilweise 90 Minuten. Das soll jetzt besser werden.

Mit einstimmigen Entscheidungen sorgte der Kreis- und Umweltausschuss jetzt dafür, dass der Schülertransport aus den Flutgebieten sowohl für die Schüler der Levana-Schule wie auch für die Schüler des Are-Gymnasiums zu den derzeitigen Übergangsstandorten deutlich verbessert wird. So wird den Are-Schülern aus Dernau, Rech und Mayschoß täglich ein Extra-Bus für die Fahrt zum Übergangsstandort am Innovationspark Rheinland bei Ringen zur Verfügung gestellt.

Dieser Zusatzbus soll so lange fahren, bis der Tunnel in Altenahr wieder für den Verkehr freigegeben ist, voraussichtlich also bis Ende April. Außerdem beschloss das Gremium, dass die Fahrzeit der Schüler zum Übergangsstandort der Levana-Schule in Neuwied nicht länger als eine Stunde dauern soll.

Are-Gymnasium ist jetzt im Innovationspark

Zu Jahresbeginn startete das Are-Gymnasium an seinem neuen Standort im Innovationspark Rheinland mit dem Unterricht. Das habe zur Folge, dass viele Schüler deutlich länger als zuvor von zu Hause weg seien. Allein die Fahrzeit betrage von einigen Ortschaften an der Ahr aus bis zu 70 Minuten pro Weg. Vor allem aus Mayschoß, Rech und Dernau komme es immer wieder zu erheblichen Verspätungen und Fahrtausfällen, berichtete auch CDU-Sprecherin Ingrid Nägel-Surges.

So müssten die Schüler längere Wartezeiten am Bahnhof Ahrweiler in Kauf nehmen, und durch die nach wie vor kritischen Straßenverhältnisse im Ahrtal und mehrere Ampeln auf der Strecke sei zudem der Umstieg am Bahnhof Ahrweiler nicht immer zuverlässig möglich. Sie beantragte daher eine zusätzliche tägliche Busverbindung in die drei Ortschaften, was der Ausschuss einstimmig befürwortete.

Eine zusätzliche Busverbindung

Die zusätzliche Busverbindung beginnt am Montag, 24. Januar, und bleibt bis zur Öffnung der Bundesstraße 267 zwischen Mayschoß und Altenahr bestehen, die für frühestens April dieses Jahres angestrebt wird. Der Bus startet morgens um 7.20 Uhr in Mayschoß, kommt um 7.28 Uhr nach Rech, um 7.33 Uhr zum Bahnhof Dernau und um 7.35 Uhr zum Posten 6, weiter um 7.43 Uhr nach Marienthal und soll um 8.05 Uhr das Are-Gymnasium erreichen.

Die derzeit 95 Schüler der Levana-Schule wurden seit den Sommerferien in 19 Kleinbussen zu den beiden Ersatzschulorten in Neuwied gefahren. Etwa 25 Kinder haben Fahrtzeiten von 60 bis 90 Minuten. Würde für alle Schüler eine maximale Fahrtzeit von 60 Minuten angesetzt, benötige man weitere 10 bis 15 Fahrzeuge. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 150 Euro pro Fahrzeug und Tag betragen, somit würden für ein Schuljahr Mehrkosten von rund 320.000 Euro entstehen.

Maximale Fahrtdauer von 60 Minuten

Es sei aber derzeit nicht davon auszugehen, dass diese Fahrzeuge bei Beförderungsunternehmen aus dem Kreis Ahrweiler zur Verfügung stehen, so Geschäftsbereichsleiterin Anja Toenneßen. Deshalb soll nun geprüft werden, inwieweit gemäß der bestehenden Beförderungsverträge eine Umstellung auf eine maximale Beförderungsdauer von 60 Minuten möglich ist. Die Kreisverwaltung wurde ermächtigt, die bestehenden Beförderungsverträge zu erweitern und gegebenenfalls zusätzliche Beförderungsverträge abzuschließen.