Neueröffnung Verkehrssicherheitsplatz in Sinzig Hier lernen Kinder das sichere Radeln im Straßenverkehr

Sinzig · Der Platz für Verkehrserziehung ist neu aufgebaut worden. Rund 600 Viertklässler pro Jahr können hier ihren „Fahrrad-Führerschein“ machen.

Der neue Verkehrsübungsplatz bietet den Kindern die Möglichkeit, sich in Ruhe auf den Straßenverkehr vorzubereiten.

Der neue Verkehrsübungsplatz bietet den Kindern die Möglichkeit, sich in Ruhe auf den Straßenverkehr vorzubereiten.

Foto: ahr-foto

Übung macht den Meister – auch im Straßenverkehr. Und weil sich das sichere Bewegen auf den oftmals stark befahrenen Straßen sowohl in den Städten als auch auf dem Land sehr wichtig ist, gibt es Verkehrsübungsplätze. So beispielsweise in Sinzig in der Nähe des Schulzentrums am Ende der Werner-Lücke-Straße. Dort war der neben dem sogenannten „Rick-Gelände“ gelegene, mit Markierungen, Fahrbahnen und Schildern ausstaffierte Übungsplatz mit der Flutkatastrophe quasi weggeschwemmt worden. Nun wurde eine temporäre Lösung für die Verkehrserziehung der jungen Verkehrsteilnehmer freigegeben.

Polizei zufrieden mit den Kenntnissen

Nicht nur Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron (parteilos) und die Geschäftsführerin der mit den Neubauarbeiten betrauten Aufbaugesellschaft, Sofia Lunnebach, waren gekommen: Auch die Polizei sowie zahlreiche Kinder der benachbarten Regenbogenschule. Sie zeigten auf ihren mitgebrachten Fahrrädern, wie man sich an Stopp-Schildern, „Vorfahrt achten“-Hinweisen oder Zebrastreifen richtig verhält. Auch die Rechts-vor-Links-Regel hatten die Viertklässler verinnerlicht. Die zwei Polizisten der bei der Polizeiinspektion Remagen angesiedelten Abteilung für Verkehrserziehung konnten sehr zufrieden sein.

Ein Teil des früheren Übungsgeländes wird in den nächsten Monaten noch als Baustelleneinrichtungsfläche für die Sanierung der unmittelbar danebengelegenen Rudi-Altig-Sporthalle genutzt, berichtete Sofia Lunnebach. Der andere Teil wurde in Abstimmung mit der Polizeiinspektion Remagen nun wieder neu markiert, so dass auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern geübt werden kann, wie man sich im Straßenverkehr mit Weitsicht möglichst sicher verhält. Rund 600 Viertklässler sind es im Jahr, die an der Rheinschiene zwischen Remagen und Brohl-Lützing auf dem Verkehrsübungsplatz ihren „Fahrrad-Führerschein“ machen können, teilte die Polizei mit.

Fahrradprüfung in der Schule

Für Kinder ist eine selbständige Teilnahme am Straßenverkehr – zu Fuß oder per Rad - ein wichtiger Schritt in der persönlichen Entwicklung. Damit es nicht zu Unfällen kommt, ist eine Verkehrserziehung schon in jungen Jahren wichtig. Neben den Eltern als Erziehungsberechtigte sind auch die Schulen hierbei in der Pflicht. So gibt es beispielsweise die Fahrradprüfung in der 4. Klasse.

Fürs Fahrradfahren ist grundsätzlich kein Mindestalter vorgeschrieben, dennoch sollten die Kinder über die notwendige geistige und körperliche Reife dafür verfügen. Diese ist in etwa mit dem zehnten Lebensjahr erreicht, so die Verkehrswacht. Aus diesem Grund ist das Radeln auch Bestandteil der Lehrpläne in der Schule. In der 4. Klasse steht nämlich die Ausbildung zum Fahrradführerschein an – was für den ein oder anderen Schüler durchaus eine willkommene Abwechslung vom Mathematik- oder Erdkundeunterricht darstellt – trotz theoretischer und praktischer Prüfung.

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