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Umbau des Bahnhofs Oberwinter dauert bis März 2022

Verzögerungen wegen Wassereinbruch : Umbau des Bahnhofs Oberwinter dauert bis März 2022

Eigentlich hätte er schon abgeschlossen sein sollen. Doch die Initiative Bahnhof Oberwinter berichtet nun, dass die Arbeiten am Bahnhof noch bis zum nächsten Frühjahr andauern. Probleme gebe es auch mit der Pünktlichkeit.

Der Umbau des Bahnhofs Oberwinter verzögert sich. „Eigentlich sollte der Bahnhofsumbau im vergangenen März fertiggestellt sein. Wie uns die Bahn mitgeteilt hat, wird es wohl erst Ende März des nächsten Jahres werden“, wird Philipp Rosenthal von der Initiative Bahnhof Oberwinter in einer Mitteilung der Initiative zitiert. Begründet würden die Verzögerungen unter anderem mit einem Wassereinbruch in der Personenunterführung, weshalb der Zugang zu den Rampen von der Hauptstraße und von der Bergseite in Richtung Köln nicht benutzt werden könne.

Robert Schittko, ebenfalls Mitglied der Initiative, ergänzt: „Weitere Verzögerungen ergeben sich beim Zugang vom Oberdorf. Die vorhandene Ausführungsplanung war nicht zu realisieren, weil die Bahn irrtümlich davon ausgegangen war, die Stadt Remagen habe die erforderlichen Flächen erworben. Dies war tatsächlich aber nicht der Fall.“

Initiative kritisiert Hin und Her

Deshalb, so heißt es in der Mitteilung, habe die Bahn auf eigene Rechnung eine ursprünglich angelegte Zuwegung zu Gleis 1 wieder zurückbauen lassen. Die neue Ausführungsplanung sehe nun eine Platzierung des Zugangs zwischen dem ursprünglich Ort an der Rampe und der vorhandenen Treppe an der südlichen Personenunterführung vor, also nicht in Rampennähe.

Aus der Perspektive der Initiative Bahnhof Oberwinter sei dieses „Hin und Her“ wenig hilfreich, denn es erschwere die zügige Errichtung von dringend notwendigen Auto- und Fahrradparkplätzen bergseits. Die Planungen der Stadt Remagen, die dafür zuständig sei, sollten erst nach Abschluss der Arbeiten durch die Deutsche Bahn folgen. Nicht zuletzt hänge die Akzeptanz des Bahnhofs durch die Bevölkerung auch von kurzen Laufwegen ab.

Probleme bei Pünktlichkeit

Auch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Züge biete einmal mehr Grund zur Klage, so Ingo Konrads, Sprecher der Initiative: „Uns ist schon bewusst, dass die Großbaustellen der Bahn rund um Köln zu häufigen Verspätungen führen. Dennoch hapert es an einer transparenten Kommunikation, was die Fahrgäste oft ratlos zurücklässt. So wird zum Beispiel gerne der Ausfall der Mittelrheinbahn RB 26 verkündet, die aber dann doch leicht verspätet mit einem Ersatzzug einrollt. Das ist besonders ärgerlich, wenn währenddessen die Fahrgäste den Bahnsteig bereits verlassen haben und den nun unerreichbaren Zug nur noch von Weitem sehen.“ Ein Blick auf die Fahrplanauskünfte im Internet, in den entsprechenden Handy-Apps oder auf der Anzeige am Bahnsteig führe leider auch nicht immer weiter.

Bahnsteige wurden erneuert

Die Deutsche Bahn bestätigt auf der Internetseite zum Bauprojekt, dass der Umbau des Oberwinterer Bahnhofs voraussichtlich im März 2022 abgeschlossen sein wird. Laut Bahn wird die „Verkehrsstation“ seit Anfang 2020 modernisiert, um den Aufenthalt für Reisende künftig „noch angenehmer und komfortabler“ zu gestalten. Weiterhin sei die Station für den Halt des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) vorbereitet worden.

Dafür seien die beiden Bahnsteige erneuert und auf jeweils 225 Meter verlängert worden. Zudem seien diese auf eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimeter über Schienenoberkante angehoben worden. Darüber hinaus werde die vorhandene Personenunterführung erneuert sowie mit Betonrampen zu den Bahnsteigen 1 und 2 ausgestattet. So werde künftig ein barrierefreier Zugang zu den Zügen ermöglicht.

Weiterhin hätten die Bahnsteige moderne Beleuchtungsanlagen sowie ein neues taktiles Leitsystem erhalten. Die bestehenden Bahnsteigdächer sowie Lautsprecheranlagen seien ersatzlos zurückgebaut und neue Wetterschutzhäuser errichtet worden.