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Partei rechnet mit einem „grünen Jahr“ : Virtueller Neujahrsempfang der Grünen im Kreis Ahrweiler

Partei rechnet mit einem „grünen Jahr“ : Virtueller Neujahrsempfang der Grünen im Kreis Ahrweiler

Die Grünen im Kreis Ahrweiler haben zum virtuellen Neujahrsempfang auch Bonns neue Oberbürgermeisterin Katja Dörner begrüßt. Die sprach „Grüße in die Nachbarschaft“ aus und sagte mit Blick auf Landtags- und Bundestagswahlen: „2021 wird ein wichtiges und entscheidendes Jahr.“

Das Experiment ist geglückt – wenn auch mit einem etwas holprigen Start: Erstmals luden die Grünen im Kreis Ahrweiler zu einem virtuellen Neujahrsempfang ein. Nach einigen technischen Schwierigkeiten waren es 45 Mitglieder und Freunde der Öko-Partei, die den politischen Jahresauftakt mit Ansprachen und digitalem, aber dennoch geselligem Miteinander begingen.

Ehrengäste aus dem Off waren Bonns grüne Oberbürgermeisterin Katja Dörner und der Fraktionsvorsitzende der Grünen im rheinland-pfälzischen Landtag, Bernhard Braun. Die Familienministerin und zudem neue Umweltministerin Anne Spiegel musste krankheitsbedingt absagen.

Katja Dörner, seit der vergangenen Kommunalwahl Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, ließ es sich nicht nehmen, „Grüße in die Nachbarschaft“ zu übermitteln. Sie wies auf den Start der ersten Impfungen hin, aber auch darauf, dass „wir noch lange nicht über den Berg sind“. Für die kommenden Wochen erwartet die Grünen-Politikerin weitere Restriktionen.

„2021 wird ein wichtiges und entscheidendes Jahr“, sagte Dörner im Hinblick auf die rheinland-pfälzischen Landtagswahlen und die im September stattfindenden Bundestagswahlen, denen sie mit großer Zuversicht entgegenschaue: „Wir stehen als Grüne für eine zukunftstaugliche Politik.“

Sie unterstrich die Wichtigkeit einer zielgerichteten Klimapolitik: „Die Klimakrise ist eine Krise, die nicht wartet.“ Wohlstand könne nur erhalten werden, „wenn wir beim Klimaschutz ernst machen“. In der „Fridays for Future“-Bewegung habe man „tolle Verbündete gefunden“.

Bernhard Braun: „Für die Klimakrise gibt es keinen Impfstoff“

Was auch Bernhard Braun betonte. Viel sei in den vergangenen fünf Jahren im Umwelt- und Klimaschutzbereich in Rheinland-Pfalz erreicht worden, so der Fraktionssprecher der Grünen im Landtag. „Für die Klimakrise gibt es keinen Impfstoff“, sagte Braun, es gelte, die Wirtschaft „umzustellen“. Auch die anderen politischen Gruppierungen hätten inzwischen die Wichtigkeit des Themas erkannt. Braun: „Der Klimaschutz wird das wichtigste Thema der Zukunft sein.“ Dem habe die Mainzer Landesregierung Rechnung getragen. So habe man beispielsweise die Finanzmittel zur Unterstützung der erneuerbaren Energien nahezu verdoppelt.

Die Grünen, die in Rheinland-Pfalz gemeinsam mit SPD und FDP in der Regierungsverantwortung stehen, seien im Rahmen der Möglichkeiten der Corona-Pandemie entschlossen begegnet. So seien Wirtschaftshilfen auf den Weg gebracht worden, Kulturschaffende habe man ebenso unterstützt, wie Familien, Kinder und Jugendliche. Nun hoffe man in der grünen Mainzer Parteizentrale, gestärkt aus der Landtagswahl hervorzugehen.

2016 hatten die Grünen mit 5,3 Prozent knapp den Einzug ins Landesparlament geschafft, 2011 waren es noch 15,4 Prozent gewesen. An die alten Erfolge will die Partei im März anknüpfen. Dies mit Verweis auf eine „gute Familien-, Frauen- und Integrationspolitik“, auf eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, des Radwegeausbaus, einer verstärkten Bildungspolitik, in der vor allem der „Demokratiebildung“ und einer zu einem „guten sozialen Verhalten“ führenden Bildung Raum beigemessen werden soll. „Wir wollen eine Stärkung der Zivilgesellschaft. Wir dulden keine Diskriminierung“, sagte Braun. Der Landtags-Fraktionsvorsitzende zeigte sich beim Neujahrsempfang sicher: „Es wird ein grünes Jahr in Rheinland-Pfalz. Wir haben die Konzepte, wir haben die Meinungsführerschaft.“

Was die grüne Landtagskandidatin aus dem Kreis Ahrweiler, Stefani Jürres, nur bestätigen konnte, ehe im virtuellen „Winzerkeller“ auf das neue Jahr angestoßen wurde.