Sommerfest der Ahrweiler Wehrleute: Wassernebel im Erfrischungstunnel

Sommerfest der Ahrweiler Wehrleute : Wassernebel im Erfrischungstunnel

Wohl dem, der einen Tüftler in seinen Reihen hat, werden sich die Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr aus Ahrweiler um Löschzugführer Ernst Küls gedacht haben. Denn als abzusehen war, dass die Temperaturen beim Sommerfest dazu reichen könnten, neue Hitzerekorde aufzustellen, bastelte Wehrkamerad Rudolf Menzen einen "Erfrischungstunnel" für die Gäste.

Der stand, gut zu sehen, auf dem Festplatz am Feuerwehrhaus. Auf einer Länge von fünf Metern wurden die, die sich auf den Weg durch den Tunnel machten, mit Wassernebel besprüht. Das kühlte so richtig ab und war längst nicht nur eine Attraktion für die Kinder.

Die Erfrischung war aber auch nötig, denn auf dem Fest der Blauröcke ging es heiß her. Dafür sorgte zum Auftakt Profi-Discjockey Jan-Boris Schäfer, der als "DJ Fosco" den richtigen Musikgeschmack traf - aus der Fahrzeughalle wurde am Freitag ein kleiner Discotempel. Allerdings sorgten die Temperaturen dafür, dass sich das tanzwütige Volk immer mal wieder aus der Halle zum Abkühlen nach draußen bewegte. Am Samstag ging es nicht minder fetzig zu, dieses Mal mit Live-Musik der Band "Still Searching". Wem es auf der improvisierten Tanzfläche zu heiß wurde, der konnte sich ja im Tunnel abkühlen. Festplatz und Halle wurden auf alle Fälle mit zunehmender Dunkelheit immer voller. In Ahrweiler weiß man das Engagement der Wehr zu schätzen und folgt daher deren Einladung immer zahlreich.

Für die Kameraden war es dagegen ein dreitägiger Großeinsatz, den sie aber gerne erledigten. Gestern Morgen spielte die Musikvereinigung Ahrweiler, die das ganze Jahr über in den Räumen der Feuerwehr ihren Probenbetrieb abhält, zum Frühschoppen auf. Am Mittag gab es dann die traditionell zum Fest gehörende "Kögsjeszupp". Die rot-weiße Bohnensorte "Kögsje" baute die Alterswehr früher selbst an, das ist heute nicht mehr der Fall. Der reißende Absatz des leckeren Eintopfs, den viele Festgäste mit nach Hause nahmen, um ihn für kühlere Tage einzufrieren, ist dennoch ungebrochen. "So um die 250 Liter werden ausgegeben", vermutete Ernst Küls. Klar, dass die Suppe auch in diesem Jahr schnell ausverkauft war.