20. Köchemarkt in Bad Neuenahr: Zauberei am Open-Air-Herd

20. Köchemarkt in Bad Neuenahr : Zauberei am Open-Air-Herd

Spitzenköchen über die Schulter schauen und deren mit Esprit, Kreativität und großem fachlichen Können geschaffene Produkte auch gleich probieren zu können, ist in diesem Umfange wohl nur beim Bad Neuenahrer Köchemarkt möglich.

Zum 20. Mal zeigten die regionalen Meister ihres Fachs unter dem Motto "Ahrtal de Luxe", wie erlesene Speisen auf die Teller gezaubert werden können. Die sieben Gastronomen des Köchemarktes brutzelten und kreierten in ihren Open-Air-Küchen auf Spitzenniveau.

Halbe Hummer vom Grill, eine Schnitte von Valrhona-Orangen-Schokolade, karamellisierter Ziegenfrischkäse, Nordsee-Steinbutt, Lottenfilet mit Safran, Ahrtaler Hirschschinken, Braten vom Rehbock oder Variationen vom Thunfisch: Feinschmecker kamen im Bad Neuenahrer Kurpark in jedem Fall auf ihre Kosten. Zwischen sieben und 15 Euro lagen die Kostproben der haut cuisine. "Das gibt es nirgendwo, da wir die Speisen nicht warm anfahren, sondern als Live-Cooking-Event frisch zubereiten. Das ist Kochkunst auf hohem Niveau zum Probieren für jedermann", hatte Sternekoch Hans-Stefan Steinheuer, laut Gault Millau "einer der weltbesten Köche" bereits im Vorfeld geschwärmt. Er war es auch, der die Gäste im Park willkommen hieß und die Branchenkollegen dem Feinschmecker-Publikum vorstellte.

Das Restaurant Prümer Gang (Ahrweiler) mit dem Weingut Adeneuer war ebenso mit dabei wie das Restaurant Freudenreich (Heimersheim) mit dem Weingut Nelles. Das Vieux Sinzig mit dem Weingut Jean Stodden, das Jagdhaus Rech mit der Winzergenossenschaft Mayschoß, Hans-Stefan Steinheuer aus Heppingen mit dem Weingut Meyer-Näkel, die Bad Neuenahrer Golf-Club Gastronomie mit dem Weingut Deutzerhof (Mayschoß) und schlussendlich Metzlers Restaurant mit dem Weingut Kreuzberg sorgten im Gourmet-Restaurant "Kurpark" für Speis und Trank.

Längst hat sich der Köchemarkt als ein Aushängeschild des Ahrtal-Tourismus einen guten Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus verschafft. So kamen gestern auch wieder Gäste aus Aachen oder Düsseldorf, Koblenz oder Trier. "Bei 70 Prozent handelt es sich um Stammgäste", freute sich Steinheuer, dessen sorgenvoller Blick gen Himmel bei der offiziellen Eröffnung zunächst berechtigt, später dann jedoch unangebracht war. Komplettiert wurden die Stände nicht nur um Austern-, Bier- und Kaffee-Theken, sondern auch um einen "Jahrmarkt der Genüsse" in der Konzerthalle. Dort wurden Wildspezialitäten zum Mitnehmen, Grafschafter Obst und Schnäpse, Wild- und Kräuterspezialitäten oder auch Pasteten angeboten.