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Rhein-Sieg-Kreis: Am Montag startet die Kampagne im Impfzentrum

Rhein-Sieg-Kreis : Am Montag startet die Kampagne im Impfzentrum

Über-80-Jährige mit Termin werden an der Kinderklinik geimpft. Rhein-Sieg-Kreis lässt alle Corona-Proben auf Mutationen testen

Liste mit Ersatzkandidaten

Für diesen Fall existiert eine Liste mit Rettungssanitätern und Feuerwehrleuten, die dann alternativ an der Reihe sind. Es solle kein Impfstoff weggeschüttet werden müssen. Der Kreis appelliert in diesem Zusammenhang an alle Bürger, nicht auf Verdacht oder ohne Termin zum Impfzentrum zu kommen. „Wer keinen Termin hat oder wer jünger als 80 Jahre ist, wird definitiv nicht geimpft“, so Schuster.

Geimpft wird, wer einen Termin hat und über 80 Jahre alt ist

Im Impfzentrum gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Alternativ kann eine medizinische Maske getragen werden. Vor Ort werden die Hygiene-Standards eingehalten, so dass auch im Aufzug keine Infektionsgefahr herrsche. Menschen, die einen Impftermin haben, dürfen im Bedarfsfall von maximal einer Person begleitet werden. Die Begleitperson erhält allerdings keine Impfdosis, falls sie nicht selbst parallel einen Termin vereinbart hat.

Am Montag werden der Landrat und seine Fachleute einen Ortstermin im Meckenheimer Verwaltungsgebäude im Ruhrfeld wahrnehmen, um sich den möglicherweise ergänzenden Impfstandort im Linksrheinischen anzusehen. „Ich möchte allerdings keine falschen Erwartungen wecken“, sagte Schuster. Zunächst einmal müsse in Sankt Augustin die maximale Auslastung im Impfzentrum erreicht werden. Dort können bis zu 2000 Menschen pro Tag geimpft werden. So viele Impfdosen werden dem Kreis aber zunächst gar nicht geliefert. Für die ersten drei Wochen stehen 450 Portionen pro Tag zur Verfügung, ab der vierten Woche werden es dann 900 sein. Laut Landrat gehe man davon aus, dass dann nach und nach die Impfkampagne auf die Hausärzte ausgedehnt werden könne, so dass mit unempfindlicherem Impfstoff ohnehin mehr dezentral geimpft würde.

16 Mutationen im Kreis nachgewiesen

Im Rhein-Sieg-Kreise sind aktuell 16 Fälle der britischen Mutation nachgewiesen, und zwar acht im Cura-Krankenhaus Bad Honnef und drei im Seniorenheim Sankt Katharinen in Königswinter. Außerhalb sind mindestens fünf Fälle bekannt. Diese Zahl ist allerdings nicht repräsentativ, weil bisher nur stichprobenartig nach Mutationen gesucht wurde. Das Kreisgesundheitsamt hat am Freitag sein Vertragslabor in Köln beauftragt, ab sofort bei allen Proben eine Sequenzierung vorzunehmen. Das ist nötig, wenn man wissen möchte, ob eine ansteckendere Mutationsvariante des Coronavirus vorliegt. Allerdings dauert eine solche Prüfung mindestens drei Tage.

Insgesamt gibt es im Rhein-Sieg-Kreis 45 Corona-Ausbrüche, davon 24 in Pflegeeinrichtungen, zwölf in Kindertagesstätten, zwei in Schulen und sieben in Gewerbebetrieben. Der Wocheninzidenzwert liegt bei 54,3.

Kommende Woche letzte Impfungen in Seniorenheimen

In 74 von 77 Altenheimen im Rhein-Sieg-Kreis ist inzwischen die Erstimpfung geschehen, bei 63 auch die zweite Impfung. Landrat Schuster rechnet damit, dass dieser Teil der Kampagne in der kommenden Woche abgeschlossen sein wird. Insgesamt sind in Heimen 10 000 Menschen geimpft, bei den Rettungsdiensten 389 und in den Krankenhäusern 2000. Voraussichtlich ab April können dann die Über-70-Jährigen ins Impfzentrum eingeladen werden.