Arp Museum: Madonna ist Sinnbild der Liebe

REMAGEN · Ziel des Neo-Nazi-Aufmarsches in Remagen wird am Samstag unter anderem auch die Friedenskapelle mit ihrer Schwarzen Madonna sein. In die Diskussion um die Statue von Adolf Wamper hat sich jetzt auch der Direktor des Arp-Museums eingeschaltet.

"Obwohl Wamper offensichtlich die Nähe zu den Nationalsozialisten suchte, handelt es sich bei der Madonnenstatue wohl unzweifelhaft nicht um ein Werk der NS-Propagandakunst. Gleichwohl belegt die aktuelle Diskussion, dass es notwendig ist, eine genauere kunsthistorische Auseinandersetzung mit Wampers Werk vorzunehmen und die generelle Beschäftigung mit Künstlern während des Nationalsozialismus fortzuführen", erklärte der Direktor des Arp Museums in Rolandseck, Oliver Kornhoff.

Kommunalpolitiker hatten gefordert, die Tonfigur des nun ins Gerede gekommenen Künstlers, der angeblich 1944 von Adolf Hitler in der Liste der "Gottbegnadesten Künstler" aufgenommen wurde, zu entfernen.

"Wir verurteilen den Versuch einer Vereinnahmung der Remagener Friedenskapelle samt der Madonnenfigur durch die Neo-Nazis. Dass diese die Figur der Mutter Gottes mit Kind als "braune Reliquie" behandeln, zeigt, dass sie nichts verstanden haben. Eine Maria mit Kind stellt das Sinnbild christlicher und menschlicher Liebe dar", so Kornhoff.

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