Aufregung um Gasflasche

HENNEF · Die Hennefer Feuerwehr hat am Sonntagabend einen ungewöhnlichen Fund bei Heisterschoß entsorgen müssen. Anfangs sah es nach einer Bombe aus.

Zur Kategrie "ungewöhnlich" kann man den Einsatz der Hennefer Feuerwehr am Sonntagabend zählen: In einem schwer zugänglichen kleinen Tal in einem Waldstück unterhalb von Heisterschoß mussten die Wehrleute eine Propangasflasche entsorgen. Kinder hatten diese am Nachmittag beim Spielen entdeckt und dann die Feuerwehr alarmiert.

Zunächst war man bei dem nicht alltäglichen Fund inmitten der Natur sogar von einer Bombe ausgegangen. Beim ersten Blick auf die stark angerostete Metallhaut konnte man den Eindruck tatsächlich gewinnen. Rasch war dann jedoch klar: Es handelte sich um eine Gasflasche.

Wie diese an den entlegenen Ort kam und vor allem, ob sie noch mit Gas gefüllt war, blieb lange unklar. Für Einsatzleiter Uwe Faber stand fest: Um möglichen Gefahren vorzubeugen, musste die Flasche aus dem Tal geborgen werden.

Insgesamt 30 Wehrleute waren damit mehrere Stunden in dem abseits gelegenen Waldstück beschäftigt. Reichlich Gelegenheit zu zeigen, was sie können, bekamen die "Kletterspezialisten" bei der Hennefer Wehr. Dabei handelt es sich um eine speziell geschulte Einheit der Löschgruppe Söven, die sogenannte erweiterte Absturzsicherung, wie Feuerwehrchef Heinz-Peter Krämer erklärte.

An Seilen gesichert, machten sich die Spezialisten dann an den Abstieg die steile Böschung hinab in das kleine Tal. Dort wurde die Propangasflasche so weit hergerichtet, dass sie in einem "Schleifkorb" die Böschung hinaufgezogen werden konnte.

Ein solcher Korb ist eigentlich für den Abtransport von Verletzten in schwierigem Gelände vorgesehen. Auch wenn sich herausstellte, dass die Flasche leer war, ist Krämer der Meinung: "Das war eine gute Übung."

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