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Grafschafter Krautfabrik: Aus der Region, für die Region

Grafschafter Krautfabrik : Aus der Region, für die Region

Das Netzwerk "Bonn/Rhein-Sieg isst Qualität" will heimische Produkte besser als bisher vermarkten

Wenn in den Berlinern der Bäckerei Mauels Marmelade aus der Grafschafter Krautfabrik für die fruchtige Komponente sorgt und beides im Supermarkt zu finden ist - dann sind die Initiatoren von "Bonn/Rhein-Sieg isst Qualität" ihrem Ziel schon ein großes Stück näher gekommen.

Schließlich wollen die beiden Bonner Anwälte Martin Kieffer und Frank Weigand, die bisher viel im Lebensmittelbereich gearbeitet haben, in der Region ein Netzwerk etablieren und so die Kunden stärker für die Produkte und Spezialitäten aus der Umgebung sensibilisieren. Der Anfang wurde jetzt mit der Auftaktveranstaltung in der Meckenheimer Krautfabrik gemacht.

Rund 30 Interessenten trafen sich dort, um zu erfahren, wie die Vermarktung verbessert werden kann. Mit dabei waren auch der Kreiswirtschaftsförderer Hermann Tengler, die beiden Wirtschaftsförderer von Meckenheim und Wachtberg, Dirk Schwindenhammer und Klaus Huse, sowie Meckenheims Bürgermeister Bert Spilles.

Gastgeber Stefan Franceschini, Geschäftsführer der Krautfabrik, stellte das Familienunternehmen vor, das seit 120 Jahren in Meckenheim produziert. "Qualität leben wir mit Herz und Seele", verwies er auf die hohen Standards. Passend dazu engagiere sich Vertriebs- und Marketingleiter Andreas Heinz als Vorsitzender des Vereins "Ernährung NRW" mit derzeit 80 Mitgliedern von Landwirten bis hin zu Lebensmittelhändlern.

Peter Mauel, Inhaber von 25 Bäckereien mit rund 200 Mitarbeitern, formulierte an diesem Abend, worauf es ankommt. Besonders schwierig sei es seiner Meinung nach, den Kunden gegenüber zu kommunizieren, wo die Qualität der Produkte liege. So verwende er keinerlei Treibmittel in Brot, Brötchen und Kuchen, was er auch auf die Tüten und das Papier zum Einpacken der Backwaren habe drucken lassen.

Dennoch sei er bisher noch nie von seinen Kunden darauf angesprochen worden. Genau diese Aufgabe könnte künftig das Netzwerk erledigen: Nämlich, die Besonderheiten der Region nach außen zu tragen. Was in der Eifel schon seit zehn Jahren erfolgreich praktiziert werde, soll nun auch in der Region Bonn/Rhein-Sieg aufgebaut werden. Erster Schritt ist es, das Netzwerk zu etablieren, dem derzeit nur rund 15 Mitglieder angehören.