Behörde stellt Hinweistafeln zu Fischtreppe am Aggerwehr auf

Schilder werben bei Badegästen um Verständnis

Behörde stellt Hinweistafeln zu Fischtreppe am Aggerwehr auf
Foto: Axel Vogel

Rhein-Sieg-Kreis. Wenn Naturschutzinteressen und Freizeitbelange an so einem beliebten Fleckchen Erde wie dem Kies-strand am Troisdorfer Aggerwehr kollidieren, ist Vermittlung geboten. Etwa mit einem pädagogisch wertvollen Schild. So hält man es jedenfalls bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises.

Obwohl Wasserratten sich dort zuhauf ins kühle Nass stürzen, ist das rein rechtlich gar nicht erlaubt. Das Areal gehört schon zum Naturschutzgebiet Aggeraue und genau gegenüber des Badestrandes liegt der ökologisch bedeutsamer Fischpass (auch Fischtreppe genannt). Ein Hinweisschild soll Badegäste für die Situation und zum Schwimmen im erlaubten, wenige Meter entfernten Bereich des Wehres sensibilisieren.

Fischpässe, die den Wanderfischen das stromaufwärts Ziehen zu ihren Laichgebieten über Wehre und Staustufen hinweg erleichtern sollen, gibt es im Rhein-Sieg-Kreis bereits einige. An der Sieg sind das gleich vier: Neben der in Sankt Augustin-Buisdorf die in Eitorf-Unkelmühle, Dattenfeld und Schladern, erklärte Bernd Zimmermann, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde. Neu hinzugekommen ist 2008 der Fischpass am Aggerwehr, der optimiert wurde, führte Armin Nemitz, Fachmann beim Rheinischen Fischereiverband aus.

Bei der Maßnahme ging es vor allem darum, "leistungsschwächeren Arten", wie der Nase, den Aufstieg zu ermöglich. Die erste Erfolgskontrolle fiel positiv aus: "Selbst extrem schwache Arten wie Schleien und Brassen schaffen nun den Aufstieg", so Nemitz. Ein Grund mehr für die Untere Landschaftsbehörde, sich Gedanken darüber zu machen, wie man ohne erhobenen Zeigefinger für Akzeptanz des Naturschutzes sorgen kann. Richten sollen es nun Hinweistafeln zu verschiedenen Themen entlang der Agger - so wie am Fischpass.

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