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Bodendorfer Kreuzung ist Unfallschwerpunkt

Bodendorfer Kreuzung ist Unfallschwerpunkt

Die Bundesstraße 266 im Heilbad nimmt Platz 16 auf der Negativliste des Landes ein - Experte berichtet auf Antrag der CDU vor dem Kreisausschuss

Kreis Ahrweiler. (ne) Die Kreuzung Bäderstraße/Bahnhofstraße mit der B 266 in Bad Bodendorf ist der Unfallschwerpunkt im Kreis Ahrweiler schlechthin. Landesweit nimmt die Kreuzung Platz 16 der Negativliste ein. Die Zahlen nannte der Vorsitzende der Verkehrsunfallkommission im Kreis Ahrweiler, Werner Oster, im Kreis- und Umweltausschuss.

Oster ist Verkehrsingenieur beim Landesbetrieb Straßen und Verkehr in Cochem. Das Thema Verkehrssicherheit war auf Antrag der CDU-Kreistagsfraktion auf die Tagesordnung gekommen. In seinem Bericht über die Arbeit der Verkehrsunfallkommission beschränkte sich Oster allerdings nicht auf den Kreis Ahrweiler.

In der Statistik der Polizei werden Unfälle nicht allein nach Zahl, sondern nach Schwere bewertet, berichtete der Experte. Die Polizei halte außerdem die Situationen fest, die gehäuft zu Unfällen führten. Wenn nötig, könnten so etwa Ampelschaltungen verändert oder Verkehrsströme umorganisiert werden.

Viele schwere Unfälle geschehen an der Hohen Acht, außerdem in der Kurve zwischen Müllenbach und Kelberg. Wie Oster erklärte, gehört die gesamte B 266 in Bad Neuenahr zu den Unfallhäufungsstellen. Durch einen Ausbau könnte das geändert werden.

Kritische Punkte sind außerdem in Sinzig der Hochkreisel, in der Kreisstadt der Kreisel "An den Ulmen" und in der VG Altenahr die B 257 von Kalenborn nach Altenahr. Als "Top-Unfallschiene" ist die B 257 über die Kalenborner Höhe in die Statistik eingezogen, sie soll noch in diesem Jahr einen neuen Belag erhalten. Die B 258 zwischen Müsch und dem Nürburgring wird mit einem Unterfahrschutz für Motorräder ausgestattet, berichtete Oster. Wildunfälle häufen sich auf der B 412 bei Hohenleimbach, sagte er.

Wie der Experte im Ausschuss bestätigte, gehen die Unfallzahlen landesweit zurück. Der Trend sei auch im Kreis Ahrweiler zu spüren. Der Ausschuss stellte fest, dass der Kreis in puncto der Unfallhäufungspunkte nicht zuständig ist, da Kreisstraßen nicht betroffen sind. So wurde vereinbart, die Problematik bei den zuständigen Stellen vorzutragen.