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Suchaktion am Herseler Werth: Boot war nicht richtig vertäut

Suchaktion am Herseler Werth : Boot war nicht richtig vertäut

Der Bootsführer, dessen führerloses Boot der Rhein am Samstag am Herseler Werth angetrieben hatte, was dann zu einer großangelegten Suchaktion zu Lande, im Wasser und aus der Luft gesorgt hatte, ist gefunden. Das teilte gestern die Leitstelle der Bonner Polizei auf Anfrage mit.

Der Bootsführer hatte sich nach der Suchaktion gemeldet und ist wohlauf,so die Polizei weiter. Sein Boot sei schlicht abgetrieben worden, weil er esnicht richtig vertäut hatte, gestand er der Polizei: „Es war eine Dummheit“, soder Beamte auf der Leitstelle.

Was war mit dem Führer deskleinen Bootes mit dem Außenborder passiert, das die Rheinströmung am Samstagum 11.23 Uhr am Herseler Werth angetrieben hatte? Die Frage beschäftigte einGroßaufgebot an Rettungskräften aus den umliegenden Kommunen.

Feuerwehrleute,DRK-Wasserwacht und DLRG-Retter, Polizei und Wasserschutzpolizei hieltenentlang des Rheinufers, von Schiffen und Booten aus wie auch aus der LuftAusschau nach dem verschollenen Bootsführer. Zwei Rettungshubschrauberbeteiligten sich nämlich auch an der Suche.

Die Informationen die Polizei undFeuerwehr hatte, waren anfangs widersprüchlich. So war der Verdachtaufgekommen, der Mann habe sich womöglich etwas antun wollen, da der sich vonanderen Personen „verabschiedet“ habe, hieß es. Für Rettungskräfte eindehnbarer Begriff, weshalb die auch nicht ausschließen wollten, dass derMotorbootfahrer nach einen Unfall im Rhein trieb.

Zumal Bornheimsstellvertretendem Wehrleiter Wolfgang Breuer, der mit rund 40 Helfern amHerseler Werth angerückt war, entsprechende Zeugenaussagen vorlagen. Danachsoll der Bootsführer in seinem Boot Rheinaufwärts in Richtung Nordbrückegeschippert sein. Plötzlich trieb das Boot dann führerlos Rheinabwärts inRichtung Werth, wo es Helfer dann auch aufgriffen sicher an einem Stegvertäuten.

Der noch warme Motor verriet derFeuerwehr: Das Boot muss gerade noch in Betrieb gewesen sein. Auslöser für eine anderthalb Stunden währendeSuchaktion zwischen Hersel und Wesseling, bei der auch Rettungsboote derFeuerwehr Wesseling und Feuerwehr Niederkassel zum Einsatz kamen, sowie dieFeuerlöschboote aus Bonn und Köln.