Dachschaden an Wachtberger Hallenbad

Nach Einschätzung des Beigeordneten Jörg Ostermann bleibt das Wachtberger Hallenbad für den Schwimm- und Badebetrieb voraussichtlich bis nach den Sommerferien geschlossen.

Berkum. Nach Einschätzung des Beigeordneten Jörg Ostermann bleibt das Wachtberger Hallenbad für den Schwimm- und Badebetrieb voraussichtlich bis nach den Sommerferien geschlossen.

"Die vermutlich etwa viermonatige Schließung des Schwimmbades bringt für die Vereine, Schulen und Bürgerschaft vor allem in der Sommer- und Ferienzeit einige Probleme oder Unannehmlichkeiten mit sich. Aber die Sicherheit hat nun mal Vorrang", sagte Ostermann dem GA.

Die Mängel an der Tragkonstruktion des Hallendaches sind laut Ostermann bei den von der Gemeinde anberaumten eigenen Kontrollen ohne akuten Anlass aufgefallen. Die statischen Überprüfungen seien vielmehr aus eigenem Antrieb heraus im Nachklang des tragischen Hallenunglücks in Bad Reichenhall erfolgt. Der hinzugezogene Statiker habe mit Blick auf die Mängel an der Tragkonstruktion des Daches seine Sicherheitsbedenken insbesondere bei weiter laufendem Badebetrieb geltend gemacht.

Ob überhaupt oder zu welchen Zeiten und in welchen Abständen die Dachkonstruktion des Hallenbades im Laufe der vergangenen 33 Jahre von Statikern oder anderen Fachleuten untersucht wurde, müsse von der Verwaltung noch im Nachhinein detailliert ermittelt und aufgezeigt werden.

Die Fakten dazu will der Beigeordnete nach eigenem Bekunden so schnell wie möglich - also wahrscheinlich in den nächsten Tagen - öffentlich machen. Zudem müssten Ausmaß, Ursachen sowie Kosten und andere mögliche Auswirkungen der jetzt festgestellten Mängel beurteilt werden. Der Bauausschuss wird sich mit dem Vorgang am Mittwoch, 15. Juni, in öffentlicher Sitzung befassen.

Bereits im Jahr 2005 hatte die Gemeinde Wachtberg festgestellt, dass die Deckendämmung über dem 1977 gebauten Hallenbad sichtbar Feuchtigkeit gezogen hatte, die Abhäng-Vorrichtungen der Zwischendecke korrodiert waren und eine Komplettsanierung der Decke erforderlich wurde. Unterm Strich wurden unter der damaligen Regie von Bürgermeister Theo Hüffel in Etappen bis 2008 rund 375 000 Euro in die Sanierung des Hallenbades gesteckt.

Bürgermeister Hüffel hatte zuvor am 31. Januar 2006 vor Panikmache gewarnt und erklärt: "Wir kehren nichts unter den Tisch. Alle Gebäude der Gemeinde werden mindestens einmal im Jahr durch unseren technischen Service überprüft. Bei sicherheitsrelevanten Mängeln ... wäre das Bad sofort geschlossen worden."

Die Sanierung der Decke wurde dann 2007 planmäßig in Angriff genommen.

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