Feuerwehrtage in Wachtberg Extreme Hitze am eigenen Leib erfahren

Wachtberg-Villip · Bei den Feuerwehrtagen in Villip können sich Erwachsene mit dem „Fire-Trainer“ im Einsatz bewähren. Für Kinder steht die Kübelspritze parat. Entscheidender Faktor: Den Wind richtig lesen.

 Bestens vorbereitet: (v.l.) Isabell (11), Sina (12), Christian Münzer, Marlon (14), Arjun (11), Martin (12), Thomas Kiupel, Lukas (13), Max (13) und Paul (10) vor dem Feuerwehrhaus in Wachtberg Villip.

Bestens vorbereitet: (v.l.) Isabell (11), Sina (12), Christian Münzer, Marlon (14), Arjun (11), Martin (12), Thomas Kiupel, Lukas (13), Max (13) und Paul (10) vor dem Feuerwehrhaus in Wachtberg Villip.

Foto: Petra Reuter

Reihum gestalten die sieben Löschgruppen Wachtbergs an einem Wochenende den jährlichen Gemeindefeuerwehrtag. In diesem Jahr findet das Event zeitgleich mit der Feier zum 50-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr und der Präsentation der Erweiterung des Feuerwehrhauses in Villip statt. Als Höhepunkt dürfen die Besucher am Samstagnachmittag mit einem Trainingsgerät versuchen, selbst einen Kleinbrand zu löschen.

Ein Jahr der Vorbereitung

Ein ganzes Jahr lang trainiert die Jugendfeuerwehr Lösch- und Rettungsszenarien, berichtete der Villiper Löschgruppenführer Christian Münzer. Ziel ist, am Gemeindefeuerwehrtag schnellstmöglich die gestellten Aufgaben zu lösen. „In diesem Jahr soll ein kompletter Löschangriff mit einem Schaumrohr aufgebaut werden“, beschrieb Münzer einen wichtigen Leistungsnachweis. Im zweiten praktischen Teil knüpft und legt der Nachwuchs feuerwehrtypische Knoten und Stiche, ehe sie im theoretischen Teil Fragen zum Feuerwehralltag beantworten. „Das alles gestalten wir natürlich altersgerecht“, so Münzer.

Neben der Hüpfburg und der Kübelspritze für die jungen Besucher dürfen sich die Erwachsenen an den „Fire-Trainer“ wagen. „Mit dem Gerät kann man ausprobieren, wie es ist, ein Feuer mit einem Feuerlöscher zu löschen“, erklärte Münzer. Natürlich erklären die Fachleute dazu wichtige Eckpunkte wie den Umgang mit der Windrichtung – auch für den Ernstfall. „Eigensicherung geht immer vor“, betonte der Löschgruppenführer. Viele Menschen erlebten beim Test-Löschen erstmals die extreme Hitze eines Feuers aus der Nähe, berichtete Münzer von Rückmeldungen aus den ersten Vorführungen.

„So ein Feuerlöscher ist irgendwann auch leer“, verwies der Fachmann auf die Grenzen des Geräts. Deshalb sollte die Feuerwehr sicherheitshalber auch bei selbst gelöschten Kleinfeuern gerufen werden. Wenn sie ausrückt, fahren in Wachtberg nicht nur Feuerwehrmänner zum Einsatzort, sagte Wehrleiter André Hahnenberg und betonte: „Frauen und Männer haben in der Feuerwehr die gleichen Aufgaben und die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten.“ Das gelte auch für Quereinsteiger, die nicht aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst hineingewachsen sind.

Zwei Tage Feuerwehrfest

Beim Feuerwehrfest und dem Gemeindefeuerwehrtag werden laut Hahnenberg auch die neuen Helme der Wehr zu sehen sein. „Das Neongelb ist am Einsatzort bei Dunkelheit besser sichtbar“, erklärte der Wehrleiter einen Vorteil der neuen Ausrüstung. Rückmeldungen der Feuerwehrkameraden bescheinigten den neuen Kopfbedeckungen zudem deutlich höheren Tragekomfort.

Das Feuerwehrfest und der Gemeindefeuerwehrtag finden am Feuerwehrhaus in der Villiper Kreuzgasse 21 am Samstag, 29. Juni, ab 14 Uhr und am Sonntag ab 11 Uhr statt. Am Samstagabend geht das Tagesprogramm ab etwa 18 Uhr in einen gemütlichen Grillabend in Biergartenatmosphäre über. Informationen und Kontaktmöglichkeiten findet man unter www.feuerwehr-wachtberg.de.