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Wetter: Das Unwetter über Bonn und der Region

Wetter : Das Unwetter über Bonn und der Region

Gewitter, Orkanböen, heftiger Regen und Hagel sind am Montagabend über Bonn und die Region hinweggezogen. Bis zum späten Abend zählten die Feuerwehren in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis fast 200 Einsätze. Am Dienstag droht weiterhin Gefahr vom Himmel.

Update 23.09 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst schickt uns folgende Meldung: Die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit Orkanböen, heftigem Starkregen und Hagel, ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst wird am Montag, 09.06.2014 23:05 Uhr, aufgehoben.

Damit beenden auch wir für die Nacht auf Dienstag diesen Ticker und verweisen noch auf die vielen Fotos, die Sie uns in den vergangenen Stunden geschickt haben. Herzlichen Dank dafür und eine ruhige Nacht.

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Update 23.07 Uhr: Der Flughafen Düsseldorf hat gerade kurz Bilanz zum Unwetter und der dadurch nötigen Schließung gezogen: Zwischen 21 und 22 Uhr wurden zehn Flüge annulliert, zehn weitere auf anderer Flughäfen umgeleitet. Der Flugsteig C musste für zehn Minuten evakuiert werden. Seit kurz nach 22 Uhr läuft der Flugbetrieb wieder.

@gabonn RB48 (eig. 21:51) nach Köln grad aus Bonn HBF raus. ICE noch auf Gleis 2, soll aber auch (cont) http://t.co/tVWPUmXxVE

Alfred Tetzlaff ! (@Selleman) 9. Juni 2014Update 22.55 Uhr: In Köln hat das Unwetter an der Stadtgrenze zu Leverkusen ein Todesopfer gefordert. Ein 50-Jähriger wurde gegen kurz vor 22 Uhr wohl von einem umstürzenden Baum erschlagen. Er starb noch am Unfallort.

Update 22.40 Uhr: Und jetzt gibt es auch von der Feuerwehr-Leiststelle in Siegburg Auskunft. Die war im übrigen - statt wie sonst üblich mit vier Mitarbeitern - heute Abend mit dreimal so viel Personal besetzt, um alle Anrufe entgegennehmen und die Einsätze koordinieren zu können. Davon gab es seit 20 Uhr rund 140, auch hier meist wegen umgestürzte Bäume. Am wenigsten betroffen dabei war Bad Honnef, besonders oft musste die Wehr in Alfter und Bornheim, aber auch in Königswinter und Hennef waren die Einsatzkräfte dutzende Male im Einsatz. Die gute Nachricht auch hier: Keine Verletzten, keine Auswirkungen durch umgefallene Bäume auf den Stromleitungen - "alles glimpflich abgelaufen", so die Leitstelle.

Update 22.19 Uhr: Die Bahn muss in NRW aktuell den Zugverkehr weitestgehend einstellen. "Wir halten die Bahnen in den Bahnhöfen, bis die Gewitterfront durchgezogen ist. Damit wollen wir vermeiden, dass Züge durch beschädigte Oberleitungen auf freier Strecke stehen bleiben müssen", erklärte ein Bahnsprecher dem General-Anzeiger. Besonders betroffen ist davon aktuell der Kölner Hauptbahnhof, aber auch andere größere Stationen in ganz NRW.

Update 22.09 Uhr: Unterdessen ist das Unwetter weiter in Richtung Ruhrgebiet gezogen. Der Flugbetrieb am Airport Düsseldorf musste eingestellt werden. Das bestätigte ein Sprecher des Airports der Nachrichtenagentur dpa. Nicht bekannt ist bislang, wie viele Flüge betroffen sind.

@TOMBOgrafie@gabonn Das war krass in #Bornheim. Pavillon ramponiert. Kleiner Weltuntergang. Viel Spaß, @StadtLohne. pic.twitter.com/cc8fyDhE2C

Jürgen Grommes (@herrgrommes) 9. Juni 2014Update 21.51 Uhr: Anders die Situation wohl in einigen Teilen des Rhein-Sieg-Kreis. In Troisdorf ist ein Baum auf eine Stromleitung gefallen, ansonsten ist die Feuerwehr Leitstelle momentan kaum zu erreichen. Gerade der Hinweis: Bitte um 22.15 Uhr noch einmal probieren, aktuell sind alle Mitarbeiter mit aktuellen Einsätzen beschäftigt.

Update 21.42 Uhr: Wir haben die Feuerwehr Bonn erreicht. Erstes Fazit: "Es ist relativ glimpflich abgelaufen." Die Wehr muss aktuell rund 40 Einsätze fahren, meist wegen umgekippter Bäume, dafür hat sich bislang noch keiner der vielen Anrufer mit einem vollgelaufenen Keller gemeldet. "Das Gewitter ist schneller als die Feuerwehr durch unser Gebiet gezogen", scherzt die Leitstelle.

Update 21.27 Uhr: Stille. Der Regen hier hat aufgehört, auch Donner ist nicht mehr zu vernehmen. Scheint, als hätten wir es im Bonner Norden schon mal überstanden. Auch aus anderen Stadtteilen bekommen wir Meldung, Tenor: "nichts passiert". Gut so. Von der Feuerwehr gibt es noch keine aktuelle Einschätzung.

#Unwetter läßt #BonnHardtberg mal wieder links..äh...rechts liegen.. Blick Richtung City.. @gabonn@WDR2pic.twitter.com/J6omuE4l4s

Rainer R (@BD194) 9. Juni 2014Update 21.20 Uhr: Jetzt scheint Dransdorf langsam aus dem Gröbsten raus zu sein. "Es regnet heller", würde meine Großmutter sagen. Auch der Blitzintervall hat etwas nachgelassen, der Regen klatscht aber noch immer gegen die Scheiben des Haupthauses.

Kurz vor Beginn des Unwetters in BN Lessenich @gabonn#mammatus#Wolkenpic.twitter.com/gtnpUZecbP

Nico Wirtz (@N_icoW) 9. Juni 2014Update 21.15 Uhr: Bei der Feuerwehr laufen die Drähte heiß, berichtet die Leitstelle. Mehr Infos von dort gibt es, wenn das Unwetter weitergezogen ist.

Video von GA-Leserin Judith Dahmen

Update 21 Uhr: Wer gerade vor der Tür ist, sollte ordentlich Masse bei sich tragen. Der Wind fegt wie man sich das sonst beim Sturm an der Nordsee vorstellt. Der Feuchtigkeitsgrad der Kleidung nach wenigen Minuten im Freien ist vergleichbar mit einem Sprung in die selbige.

Update 20.50 Uhr: Jetzt geht es hier ins Dransdorf los. Der Himmel ist schwarz wie die Nacht, ab und an zucken Blitze und der Donner grollt. Der Kollege, der eigentlich gerade Feierabend machen wollte, entscheidet sich für Überstunden und bleibt noch.

Update 20 Uhr: Aufgrund der Unwetter-Warnungen wurde um kurz nach 20 Uhr auch das große "Birlikte - Zusammenstehen"-Fest in Köln vorzeitig beendet und das Gelände geräumt - zwei Stunden früher als geplant. Udo Lindenberg und Peter Maffay konnten nicht mehr auftreten. Lindenberg winkte den heimwärts eilenden Besuchern noch von einem Fenster aus zu.

Von Frankreich aus zogen am Montag verbreitet Gewitter auf. Dabei ga es Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis 120 km/h sowie heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 30 l/m² und 40 l/m² pro Stunde und Hagel, die erneut eine Körnergröße von bis zu 4 Zentimeter erreichten.

Der Deutsche Wetterdienst forderte daher auf:

  • Schließen Sie alle Fenster und Türen
  • Sichern Sie Gegenstände im Freien
  • Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und
  • Hochspannungsleitungen
  • Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien