ECE-Center in Siegburg: Fünf Baukörper und ganz viel Glas

Marktquartier, Stadtgalerie, Galerie Siegburg, Stadtquartier: Noch wird mit einigen Namen für das geplante und umstrittene ECE-Einkaufscenter in der Siegburger Innenstadt "gearbeitet". Wie es letztlich heißen soll, dazu können und sollen auch die Siegburger Bürger Vorschläge machen.

Siegburg. Marktquartier, Stadtgalerie, Galerie Siegburg, Stadtquartier: Noch wird mit einigen Namen für das geplante und umstrittene ECE-Einkaufscenter in der Siegburger Innenstadt "gearbeitet". Wie es letztlich heißen soll, dazu können und sollen auch die Siegburger Bürger Vorschläge machen.

Um die ging es am Dienstagabend in der Aula des Gymnasiums Alleestraße im Besonderen. Die für Siegburg zuständige ECE-Planerriege hatte mit der Stadt und Bürgermeister Franz Huhn zur Informationsveranstaltung geladen, und gut 400 Interessierte waren gekommen, um sich den ersten sogenannten Werkstatt-Bericht anzuhören, ihre Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.

Was Projektleiter Arne Nachtigahl und sein Team präsentierten, ist allerdings alles andere als eine fertige Planung. "Wir sind in einem Prozess, in den Sie sich aber aktiv einmischen sollen", forderte Nachtigahl die Bürger auf, im weiteren Verfahren Anregungen zu geben und Vorschläge zu machen. "Es geht um die Zukunft Siegburgs", sagte Huhn mit Blick auf die Konkurrenz in Sankt Augustin, wo der Huma-Einkaufspark abgerissen und deutlich größer wieder aufgebaut werden soll. "Diese Zukunft wollen wir mit Ihnen im Dialog gestalten", so Huhn.

Anfang 2012 soll mit dem Bau begonnen werden. Im Frühjahr oder Herbst 2014 soll die Eröffnung sein. Worüber bis dahin diskutiert werden soll, das stellten die Architekten mit zahlreichen Skizzen und ansprechenden Ansichten vor.

Klar ist bereits, dass es keinen einzigen großen Baukörper geben wird, sondern fünf Blöcke gebaut werden, die mit Glasdächern und gläsernen Gängen miteinander verbunden werden. Die alte Stadtmauer bleibt erhalten und soll in die Galerie integriert werden. Vier renommierte Architekturbüros haben die ECE-Projektentwickler beauftragt, ihre Ideen zur Gestaltung der Einkaufsgalerie zu skizzieren, darunter zwei Büros aus London, eines aus Innsbruck und eines aus Düsseldorf. "

Internetwww.das-neue-marktquartier.de.Und alle haben sie unabhängig voneinander eine ähnliche Architektursprache gefunden", sagte Architekt Peter Thode. So soll mit Glas und verschiedenen Materialien gespielt werden, um Offenheit und Transparenz zu erzeugen sowie die Architektur der Stadt in den Fassaden abzubilden.

Der Haupteingang soll an der Kaiserstraße entstehen und neue Wegebeziehung und Rundgänge sollen geschaffen werden, auch über Nogenter Platz und Marktpassage. Die Einkaufsgalerie selbst soll 16 000 Quadratemeter Verkaufsfläche für 60 Shops anbieten, dazu kommen etwa 3 000 bis 4 000 Quadratmeter Gastronomie. Das Sortiment soll ein attraktiver Branchenmix sein: Lebensmittel, Sport, Junge Mode, Unterhaltungselektronik oder Bücher.

"Es ist nicht so, dass nur Filialisten zum Zuge kommen", sagte Torsten Kuttig von der ECE. "Wir wollen hier unter anderem das anbieten, was in der Innenstadt fehlt und den Einzelhandel stärken." Dazu soll die Einkaufsgalerie unter dem Arbeitstitel "Die Stadt als Bühne" auch als Veranstaltungsort etabliert werden, etwa mit Modenschauen oder Konzerten.

Wie denn der Verkehr geregelt werden soll, wollte ein Bürger wissen. "Die Kunden werden wie bisher auch aus verschiedenen Richtungen die Siegburger Innenstadt anfahren", sagte Nachtigahl. Die Wege seien in der Innenstadt ja recht kurz.

Es solle aber auch eine Zufahrt unter der Rhein-Sieghalle zum Parkhaus geschaffen werden, das auf zwei Tiefebenen 550 Stellplätze bieten wird. Der Anlieferverkehr soll über die Ringstraße abgewickelt werden. "Individual- und Anlieferverkehr werden voneinander getrennt", so Nachtigahl.

Es war nicht der letzte Zwischenstandsbericht, weitere soll es geben. Und vielleicht steht dann auch ein Name fest.

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